Frieden strahlst du aus
Befreiung - Erlösung
ein wenig lächelst du sogar
endlich ist es vorbei
der scheinbar endlose Kampf
du hast es vollbracht
losgelassen
alles hinter dir gelassen
das enge Tor durchschritten
dich fallen lassen
in liebende Hände
behutsam berühre ich dich
noch bist du da
und doch nicht mehr da
ich halte dich nicht fest
du darfst gehen
bist gegangen
Es war schön - der Weg mit dir
mein letztes Danke
in meinen letzten Gesten der Zärtlichkeit
wir beide wissen
UNSERE LIEBE BLEIBT
(Margot Bickel)
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Omimi Bimba

Finchen, wie Bimba liebevoll hieß bei ihrem Pflegefrauchen, ist über die Regenbogenbrücke gegangen. Sie hatte noch eine wunderschöne Zeit bei unserer Stefanie Keller und dafür danken wir ihr sehr. Juli 2010
Bimba (hier noch in Spanien) wurde in der Tötungsstation abgegeben, da sie bereits 12 Jahre ist und die Familie entschieden hatte, dass man jetzt doch einen Welpen möchte.....

Kurz entschlossen sagte ich die Aufnahme dieser alten Dame zu, die sich als wunderbarer Hund hier zeigt. Sie ist superanhänglich, stubenrein, lieb (auch mit Katzen) superverträglich und ihr einziges Handycap ist, dass sie ein altes Mädchen ist. Aber wer von uns wird nicht täglich älter?

Bimba hört vielleicht nicht mehr so gut und auf einem Auge ist sie blind aber ansonsten ist sie topfit und gut drauf.

Unsere Pensionäre: Linda und Mao.
Linda lebt inzwischen bei Stefanie Keller in Pflege und fühlt sich dort mit den anderen zwei Oldies sehr wohl.
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Laila

Als mein Lailamädchen im August 2008 zu uns gebracht wurde, total verwahrlost und mit großen Schmerzen in den Hüften, dachte ich, sie würde nicht mehr sehr lange leben.
Doch Laila erholte sich schnell. Mit den täglichen Schmerztabletten nahmen wir ihr die quälenden Schmerzen und sie sprang zeitweise herum wie ein Fohlen und freute sich des Lebens. Sie war die Chefin der Truppe und was sie sagte war Befehl bei den anderen Hunden.

Doch Laila war immerhin schon 15 Jahre alt und ihr Körper hatte schon viele Spuren von dem Krebs, der in ihr wohnte. Eine Operation konnten wir noch wagen und sie überstand sie auch sehr gut.
In den letzten Monaten wohnte Laila hier in der Wohnung und schlief auch nachts auf meinem Bett. Bitte fragen sie nicht, wie ich manchmal im Bett gelegen habe, damit unser altes Mädchen bequem liegen konnte. Morgens leckte sie mir meine Hand und das tat sie sehr oft und sehr viel. Sie war ein demütiges Hundemädchen und sie genoss noch einmal richtig ihre Freiheit und das schmerzfreie Leben. Sie liebte ihr feines Fresschen und auch die vielen Leckerlis und immer wenn sie einmal nichts fraß, war ich in Alarmbereitschaft und beäugte sie an diesen Tagen noch kritischer als sonst.
Doch in den letzten Tagen verlor Laila total die Orientierung. Sie wurde sehr unruhig und lief planlos durch die Wohnung. Sie erkannte mich nur noch sehr selten und sie wollte auch nicht mehr ins Gelände. Sie hatte massive Probleme mit den Vorderläufen bekommen und sie konnte am letzten Tag nicht mehr aufstehen geschweige denn laufen.
Also war es wieder soweit und ich musste den letzten Gang mit einem meiner geliebten Freunde gehen. Aber ich glaube, dass Laila froh war, dass wir sie von ihren Schmerzen und von ihrem Leiden erlösen konnten. Sie schlief ganz ruhig in meinen Armen ein.
Und ich fuhr wieder einmal mehr als traurig nach Hause und es war sehr still an diesem und in den nächsten Tagen in unserem Gnadenhof.
Loslassen ist nicht einfach und der Verstand sagt einem, du musst es jetzt tun und das Herz sagt: warte noch ein wenig.
Doch irgendwann kommt der Zeitpunkt, da darf man nicht mehr warten.
Laila, du warst wirklich eine ganz besondere Hundedame und hast uns allen gezeigt, wie stolz und weise ein altes Hundemädchen sein kann.
Wir durften dich entschädigen für viele Leiden, die du ertragen musstest und du hast viele Freunde gehabt. Auch unsere Hunde waren einige Tage sehr ruhig und man spürte die Lücke, die du hinterlassen hast.
Leb wohl mein altes Mädchen. Ich vermisse dich schmerzlich.
18. November 2009
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Alec unser Sonnenschein

Alec, mein Sonnenschein, der immer gut gelaunt war, trotz seines schweren Schicksals, das er schon erleben musste in seinem jungen Leben, ist am 23. Oktober 2009 über die Regenbogenbrücke gegangen.

Alec wurde in Griechenland gefunden mit einer total zerstörten Pfote. Ein Bauer hatte dem Welpen mit einer Axt die Pfote gespalten, weil die Mama von Alec ein Huhn gestohlen hatte für ihre Welpen. Die Mama konnte flüchten aber Klein-Alec war nicht schnell genug..
Alec kam zu unseren Tierschützern und es musste ihm das linke Vorderbeinchen amputiert werden. Aber das hinderte Alec nicht daran, sich im Leben zu behaupten und er raste durch die Gegend, dass es eine Freude war, ihm zuzuschauen.

Sein Vertrauen in uns Menschen war schon gestört und es dauerte einige Zeit, bis er sich ganz mir anschloss und bis er wusste, dass ihm nichts mehr passieren sollte.
Doch leider blieb Alec nicht viel Zeit sein Leben zu genießen und viel zu früh musste er gehen. Es war so schön, wie er das erste Mal neben meinem Bett schlief und sich nachts leise anschlich um auch mal auf das Bett zu springen. Ich werde das alles sehr vermissen.
Leb wohl mein kleiner Sonnenschein. Ich habe dich sehr geliebt und doch konnte ich dich nicht beschützen. 23. Oktober 2009
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Berta

Unsere kämpferische Berta ist - wie ihre Tochter - sehr plötzlich und still über die Regenbogenbrücke gegangen. Was die Ursache des plötzlichen Todes war, weiß keiner. Vielleicht war es die Pflichtimpfung gegen die Blauzungenkrankheit. Wer weiß es schon, denn es ist doch sehr ungewöhnlich, dass diese beiden Mädels so kurz hinter einander ganz plötzlich ohne Vorwarnung gestorben sind.
Berta war eine besondere Ziege und sie genoss die Streicheleinheiten und bedankte sich meist mit einem Boxer bei mir. Sie war kämpferisch und hatte ihren eigenen Kopf. Aber das machte sie so liebenswert.
Auch wenn viele Bäume daran glauben mussten und viele Dinge zu Bruch gingen, so bleiben sie doch unvergesslich, denn sie waren etwas Besonderes.
Einst angeschafft von einer Familie als Spielzeug für die Kinder, merkte man schnell, dass man die beiden Mädels nicht nur in einen kleinen Stall sperren kann und gut. Doch die Besitzer wollten ein besseres Leben für die zwei und fragten bei uns nach, ob wir ihnen Asyl gewähren würden.
Also habe ich weitere Zäune gezogen und die beiden Mädels durften hier einziehen. Kurz vorher war ja mein altes Schafmädchen Lisa gestorben.
Es ist jetzt leer im Gehege der Gänse und Ziegen, denn unsere Berta sorgte doch immer für Leben in der Bude.
Leb wohl Bertra. Ich hoffe, du hattest es trotzdem schön bei uns und die Karotten, Äpfel und anderen Leckereien findest du und Cindy jetzt auch dort, wo ihr seid.
31.10.2009
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Cindy

Cindy durfte nur 5 Jahre alt werden und ist ganz plötzlich am 26.08.2009 verstorben.
Morgens war unsere Cindy noch unterwegs und als ich gegen Mittag in den Stall kam, lag Cindy regungslos da. Sie war tot.
Cindy hatte immer ein schweres Los gegenüber ihrer Mama Berta. Berta hat Cindy immer weggeboxt und hat ihr kein Futter gegönnt. Trotzdem wurde Cindy immer dicker und man hätte meinen können, Cindy ist trächtig. Doch dem war nicht so.
Jetzt ist sie im Ziegenhimmel und darf hoffentlich in Ruhe ihr Futter genießen.
Cindy war noch ein Ziegenbaby als sie vor 5 Jahren hier auf den Gnadenhof kam zusammen mit ihrer Mama.
Sie war ein Weihnachtsgeschenk an ein türkisches Mädchen. Doch die Familie wollte die Tiere nicht schlachten und suchte eine Bleibe. Da kurz vorher meine geliebte Lisa (Schaf) gestorben war mit knapp 12 Jahren, war das Gehege leer und Cindy und Berta durften einziehen.
Am Anfang kannten sie keine Karotten oder Äpfel, aber das hat sich schnell geändert und man wurde wählerisch im Futter.
Cindy war ein sanftes Ziegenmädchen und immer etwas zurückhaltender wie ihre Mama Berta, die jetzt ihr Sololeben genießt, denn sie muss nichts mehr teilen. Nur die Gänse leisten ihr noch Gesellschaft. Aber sie sind inzwischen ein eingespieltes Team.
Liebe Cindy, mach's gut, da wo du jetzt bist.
Ich werde deine zurückhaltende Art vermissen.
------------------------------------------------------------------------------
Olivia


Olivia ist eine bildhübsche Hündin. Sie ist sanft, verschmust, wenn sie die Menschen kennt und verspielt.
Olivia wurde in den Bergen gefunden, wo sie ausgesetzt war. Das hat ihr Vertrauen in die Menschen schon sehr zerstört. Nichtsdestotrotz sucht Olivia die Nähe der Menschen und deshalb suchen wir hier sehr einfühlsame Menschen, die es verstehen, dieser tollen Hündin wieder das Urvertrauen in die Menschen zu geben.
Olivia ist ca. 3 - 4 Jahre jung. Sie ist kastriert, geimpft, gechipt und entwurmt. Ihr Bluttest war negativ.
Olivia ist kniehoch.
Wo sind die Menschen, die dieser hübschen Hündin eine schöne Zukunft schenken wollen?
Das war der Text für unsere Olivia unter der Rubrik: Zuhause gesucht.
Leider ist unsere Olivia am 24.08.2009 gestorben. Die genauen Ursachen sind noch nicht bekannt. Fest steht, dass Olivia noch leben könnte, wenn man ihr rechtzeitig geholfen hätte.
Aber Vorwürfe bringen uns nicht weiter und machen unsere Olivia auch nicht mehr lebendig.
Olivia war ein liebes Hundemädchen und hatte endlich Vertrauen zu den Menschen gefasst.
Es ist unbegreiflich, warum sie so früh hat gehen müssen.
Olivia, mein Mädchen, ich hätte dir so sehr gewünscht, dass du noch erlebst wie es ist, in einer liebevollen Familie zu leben, Spaziergänge und Wanderungen zu machen und abends noch zu kuscheln.
Du wirst immer in unseren Herzen bleiben.
Ich werde deine traurigen Augen nie vergessen.
------------------------------------------------------------------------------------------------
Fleur - Tonja

Die kleine Fleur kam im Juli 2007 nach Deutschland und war ein fröhliches kleines Hundemädchen und hatte auch bald das Glück adoptiert zu werden. Sie lebte glücklich bei dem Ehepaar Goldberger und sie taten alles, damit Fleur ein glückliches und zufriedenes Hundemädchen ist. Auch in Urlaub durfte sie mit. Doch irgendwie war das Verhalten von Fleur - jetzt in Nachhinein betrachtet - doch verändert im Gegensatz zu anderen Hunden. Sie hatte keine Ausdauer, sie verletzte sich öfter. In der Wohnung war sie ein absoluter toller Hund, draußen genoss sie die Spiele mit anderen Hunden. Doch die Spiele waren nie von langer Dauer. Jetzt wissen wir alle warum. Fleur hatte immer Schmerzen, denn der Gendefekt, der nach zig Untersuchungen bei Tierärzten und Kliniken endlich nach einer Muskelbiopsie gefunden wurde, musste sehr schmerzhaft gewesen sein, denn die Muskeln lösten sich allmählich auf. Leider bestand keine Hoffnung auf Heilung und Fleur - sie hieß in ihrem Zuhause Tonja - wurde erlöst. Ein schwerer Schritt für das Ehepaar Goldberger.
An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei der Familie Goldberger für die aufopferungsvolle Zeit bedanken und dass Sie Fleur geliebt haben und ihr eine schöne Zeit auf unserer Erde gegeben haben.
Noch im Februar 2008 waren wir (Mary O'Connor und ich) Fleur in ihrem Zuhause besuchen und da war noch soweit alles in Ordnung und Fleur schien ein glückliches Hundemädchen zu sein. Leider können die Tiere nicht sprechen und können uns mitteilen, was ihnen fehlt.
---------------------------------------------------------------------------
Sam

Sam, unser 8 jähriger Rottweilerrüde, ist ein etwas älterer Herr aber noch topfit. Er ist katzenverträglich, gutmütig und ist ein Prachtexemplar seiner Rasse. Sam, seine Genossin Mona (ebenfalls Rottweilerhündin vermittelt), Ginger (Mischling vermittelt) und die Katzen Boubou (siehe Vermittlung Katzen) und Ashley (die Mama von Boubou vermittelt) wurden sich selbst überlassen in einem total verwahrlosten Haus. Die Scheiben waren schon zu Bruch gegangen. Wir wurden angerufen, daß das Herrchen ausgezogen war, da die Zwangsräumung bevorstand und hat die Tiere sich selbst überlassen. Als wir in das Haus kamen sah es aus wie in einer Müllhalde und zwischendrin die Tiere ohne Wasser und Futter. Ohne zu zögern, haben wir die Tiere bei uns aufgenommen.
Sam hatte eine gute Zeit in seiner Pflegestelle in Stettfeld.
Da er doch in seinem hohen Alter Probleme mit den Knochen bekam mußte Sam erlöst werden. März 2009
Wir danken dem Ehepaar Eckstein für die gute Pflege von Sam.
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Jacky

Jacky am Tag seiner Ankunft hier auf dem Gnadenhof mit seiner großen Freundin Laila am 30. Juni 2008.

Verfilzt, mit wackligen und eitrigen Zähnen und einem alten Bruch im Hüftgelenk, der durch einen Tritt verursacht war, und schief zusammen gewachsen war, so kam der kleine tapfere Jacky hier an. Er hat nie etwas gegen die fürchterlichen Schmerzen in der Hüfte erhalten und fiel bei jedem zweiten Schritt um. Angeblich war die Verletzung der Hüfte ja erst eine Woche vorher geschehen..
Ein Impfbuch haben wir auch nicht erhalten und so stellten wir Jacky sofort unserem Tierarzt vor. In der Klinik wurde der alte, schief zusammen gewachsene Bruch dann im Röntgenbild sichtbar. Jacky bekam vom ersten Tag an Tabletten gegen die Schmerzen und auch für den Kopf durchblutungsfördernde Mittel, die sehr gut anschlugen und Jacky nach ein paar Tagen fröhlich durch die Gegend lief und wieder Muskeln aufbaute. Man möchte sich nicht vorstellen, wie sehr der kleine Mann - ebenso wie die große Laila, die schwere HD hat und auch niemals Schmerzmittel erhielt, unter den permanenten Schmerzen gelitten haben muss.
Wie ließen ihm dann auch gleich seine Zähne sanieren und 9 Zähne mussten gezogen werden. So konnte Jacky aber wieder schmerzfrei fressen und kaute sogar nach einigen Tagen an Kaustengelchen herum. Er wog bei seiner Ankunft gerade mal 4,5 kg. Weniger wie unsere Katzen.
Jacky entwickelte sich als sehr anhänglicher kleiner Hund und wenn er mich nicht sehen konnte, weinte er wie ein kleines Kind. Das legte sich aber nach einer kurzen Zeit und er marschierte immer tapfer mit mir im Gelände herum. Über Besuch hat er sich immer ganz besonders gefreut und war eine richtige kleine Schmusebacke.
In der Wohnung war er ein richtig lieber und ruhiger Hund. Doch leider änderte sich alles vor ca. 2 Wochen. Jacky mochte sein geliebtes Futter nicht mehr, das er sonst mit Heißhunger gefressen hatte. Ich probierte alles aus und immer fraß er für ein zwei Tage ein bißchen von dem neuen Futter. Auch Rinderhack gedünstet war dann noch eine Lösung aber auch das verweigerte er und wurde immer weniger. Auch seine Tabletten, die er liebend gerne mit der Leberwurst nahm und ganz gierig darauf war, verweigerte er in den letzten Tagen und quälen wollte ich ihn nicht mehr. Jacky sollte ja laut seiner Vorbesitzerin schon über 14 Jahre alt sein und so konnte man ihm anmerken, dass sich sein Leben dem Ende zuneigte.
Da er in den letzten Tagen nur noch kleine Bröckchen zu sich nahm und diese dann auch noch manchmal erbrach oder er ganz das Futter verweigerte, konnte ich nicht mehr zusehen, wie er allmählich verhungert wäre. Auch schlief er nachts seit Tagen sehr unruhig und manchmal stöhnte und weinte er. Ein sicheres Zeichen, dass Jacky Schmerzen hatte und hier gab es keine Hilfe mehr, denn die alten Organe wollten nicht mehr und ihn noch quälen mit Zwangsmaßnahmen, das wollte ich ihm nicht antun.
Und als ich schweren Herzens die Entscheidung traf zu unsrem Tierarzt zu gehen und ihn erlösen zu lassen, regnete es wieder in Strömen wie vor drei Wochen bei unsrem Emek.
Jacky schlief sehr schnell ein und es war sicherlich eine Erlösung für ihn. Wir hätten uns gewünscht, dass er noch eine längere Zeit bei uns bleiben darf und noch neugierig und fröhlich durch die Gegend gelaufen wäre.
Leider waren es nur 9 Wochen....

Jacky am 2. August.
Leb wohl kleiner Jacky. Es war eine sehr kurze Zeit, die du hier bei uns warst und doch hast du einen sehr tiefen Eindruck hinterlassen mit deiner Fröhlichkeit und deiner unendlichen Liebe den Menschen gegenüber - trotz allem was man dir angetan hatte.
Verzeih mir bitte, dass ich nicht mehr für dich tun konnte. Du wirst auch immer in unseren Herzen bleiben. Und Laila wird dich auch vermissen. 1. September 2008.
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Emek

Und wieder heißt es loslassen und einen ganz besonderen Freund gehen zu lassen.
Und der Himmel weint.... 12.08.2008




Denis hat mich mehr als überrascht als er mir den Stein gebracht hat für unseren Emek. Ich wollte auch einen großen Findling suchen - aber das hätte sicherlich noch gedauert, bis ich dazu Zeit gehabt hätte. Und der Stein wurde liebevoll von Denis gestaltet. Dafür meinen ganz großen Dank an Euch Denis und Sonja.
"Ich will dir ein Tier für eine Weile leihen",
hat Gott gesagt.
"Damit du es lieben kannst, solange es lebt
und trauern, wenn es tot ist.
Ich kann dir nicht versprechen, dass es bleiben wird
weil alles von der Erde zurückkehren muss.
Wirst du darauf aufpassen, für mich,
bis ich es zurückrufe?
Es wird dich bezaubern
um dich zu erfreuen,
und sollte sein Bleiben nur kurz sein,
du hast immer die Erinnerungen
um dich zu trösten.
Willst du ihm alle deine Liebe geben
und nicht denken, dass deine Arbeit umsonst war?
Und mich auch nicht hassen
wenn ich das Tier zu mir heim hole?"
Mein Herz antwortete:
“Mein Herr, dies soll geschehen!
Für all die Freuden, die dieses Tier bringt
werde ich das Risiko der Trauer eingehen.
Wir werden es mit Zärtlichkeit beschützen
und es lieben, solange wir dürfen.
Und für das Glück, das wir erfahren durften
werden wir für immer dankbar sein.
Aber solltest du es früher zurückrufen,
viel früher, als geplant
werden wir die tiefe Trauer meistern
und versuchen, zu verstehen.
Wenn unser geliebtes Tier
diese Welt voll von Spannung und Zwietracht verlässt,
schicke uns doch bitte eine andere bedürftige Seele
um sie ihr Leben lang zu lieben."
Der letzte Gang
Bin ich einst gebrechlich und schwach,
Und quälende Pein hält mich wach,
Was du dann tun musst - tu es allein...
Der letzte Kampf wird verloren sein...
Dass du sehr traurig bist, verstehe ich wohl,
Deine Hand vor Kummer nicht zögern soll.
An diesem Tag - mehr als jemals geschehen,
Muss deine Freundschaft das Schwerste bestehen...
Wir lebten gemeinsam in Jahren voll Glück!
Furcht vor dem Muss? Es gibt kein Zurück...
Du möchtest doch nicht, daß ich leide dabei,
Drum gib, wenn die Zeit kommt, bitte mich frei...
Begleite mich dahin, wo ich hingehen muss,
Nur - bitte bleib hier bis zum traurigen Schluss.
Und halte mich fest und red mir gut zu,
Bis meine Augen kommen zur Ruh...
Mit der Zeit - ich bin sicher - wirst du es wissen
Es war deine Liebe, die du mir erwiesen...
Vertrauender Blick - ein letztes Mal...
Du hast mich befreit von Schmerzen und Qual...
Und gräme dich nicht, wenn du es einst bist
Der Herr dieser schweren Entscheidung ist
Wir waren beide so innig vereint,
Es darf nicht sein, dass dein Herz um mich weint...
(Verfasser unbekannt)
Unser blinder Emek
Das war der Text für unseren Emek auf unserer HP als er noch hier lebte:
.jpg)
Emek, ca. 7 J. jung. Er verlor durch eine Infektion ein Auge und auf dem anderen hat er nur noch eine geringe Sehfähigkeit. Einwohner haben Emek erst zum Menschen-Augenarzt und dann zum Tierarzt gebracht. Dort wurde ihm das kranke Auge entfernt. Durch die Infektion ist aber das rechte Auge auch angegriffen worden und hat die Sehkraft von Emek sehr stark eingeschränkt. Er ist beinahe blind und kann wahrscheinlich nur noch Schatten erkennen. Er hat einen so großen Lebenswillen und er ist so ein Schatz, dass wir ihm auf jeden Fall die Möglichkeit auf ein schönes Hundeleben geben werden. Auch Emek ist kastriert.

Emek ist wirklich nur ein Sonnenschein! Er ist superanhänglich und kommt mit Unterstützung seiner Freunde sehr gut mit seiner Behinderung zurecht. Er zeigt deutlich was er will und das Rudel versteht ihn sehr gut. Er ist überglücklich, dass er seinen eigenen weichen und warmen Hundekorb hat und verteidigt diesen auch ganz massiv aber nicht bösartig. Er freut sich, wenn man ihn anspricht und genießt jede Streicheleinheit. Wer diesem Hund eine Zukunft gibt, wird 1000-fach belohnt werden. Er ist vielleicht nicht der schönste Hund - aber mit Sicherheit einer der liebsten und treuesten Hunde. Emek hat sofort mein Herz erobert und wenn man sieht, welche Lebensfreude er hat, dann können wir Frau Müller und ihrer Familie nur danken, dass sie sich so für die vier Hunde eingesetzt hat und ihnen das Leben gerettet hat.
Hätte Frau Müller nicht für diese Hunde die Verantwortung übernommen, wären sie vergiftet worden, da sie gestört haben.

Weil Frau Müller die kompletten Tierarztkosten und Pensionskosten für die vier Hunde übernommen hat, bekommen sie Trockenfutter. Die restlichen dort lebenden Hunde müssen sich mit Brot begnügen, denn die Finanzen reichen vorne und hinten nicht. Aber die Mitarbeiter des Tierheimes geben alles für die Tiere und sind unermüdlich für sie im Einsatz. Unsere ganz große Hochachtung dafür. In diesem Tierheim sitzen alle Rassen, die man sich nur vorstellen kann, alte, junge, große und kleine Hunde mit der Aussicht, niemals eine eigene Familie kennen gelernt zu haben.

Emek tobt mit dem Rudel herum und er ist sehr sicher auf dem Gelände des Gnadenhofes.

Ganz herzlichen Dank an Frau Müller und ihre Familie für diesen Einsatz. Vier Hundeherzen sind glücklich und freuen sich auf ein schönes, geborgenes Leben mit IHREN Menschen, die sich hoffentlich bald finden werden....


Emek am 5.02.2006 - immer wenn er sich freut, tänzelt er wie ein Zirkuspferd und wird ganz ausgelassen.
Leider treten bei Emek in den letzten Wochen öfter epileptische Anfälle auf, die wir jetzt mit Medikamenten behandeln. 31.07.2007
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Timon


Unser Timon ist heute über die Regenbogenbrücke gegangen. 09.08.2008
Bei meinem vorletzten Besuch - siehe Bild ganz unten - bei Hannes und Micha, Timon und Ashari und der Katzenschar in ihrem idyllischen Haus in Dobel, war die Welt noch in Ordnung und Timon war gut drauf.
Doch leider hat sich das schlagartig geändert. Timon wollte nicht mehr fressen, hatte massiven Durchfall und magerte ganz rapide bis auf das Skelett ab. Keine Untersuchung brachte ein wirkliches Ergebnis. Er bekam Spezialnahrung und immer wenn er wieder etwas selbständig fraß, hatten wir Hoffnung...
Bei meinem letzten Besuch vor drei Wochen war Timon zwar immer noch dünn aber sein Gesichtsausdruck hatte sich wieder gebessert und seine vorher gebrochenen Augen glänzten wieder.
Doch leider hat er es nicht geschafft. Timon ist heute eingeschlafen.

Micha wird in Ashari, die ja jetzt Emma heißt, sicherlich eine Hilfe haben, damit die Trauer nicht übermächtig wird, denn Micha und Timon waren das dream team schlecht hin.
Timon kam im Jahr 2000 aus Athen zu uns und als er der Pflegestelle entlaufen war, weil er in Panik war, suchten wir Timon ganze 6 Wochen in den Weinbergen von Stettfeld. Am Tag als wir - bzw. mein alter Bär - Timon fanden, war Micha dabei und sie hatte sofort ihr Herz an Timon verloren und adoptierte ihn kurze Zeit später.
Er hatte ein schönes Leben bei Micha und Hannes und bekam alle Liebe dieser Erde von den Beiden und auch die Ausflüge waren herrlich im Schwarzwald. Bei meinen Besuchen begleitete ich die Beiden manchmal und es war einfach nur schön.
Timon durfte ein schönes Leben leben bei meinen Freunden Hannes und MIcha und dafür bin ich dankbar im Namen von Timon. In Griechenland wäre er längst gestorben - verhungert, verdurstet oder auch von einem Auto überfahren, vergiftet oder misshandelt - und hätte niemals Liebe erfahren.
Timon du warst ein toller Hund und ein ganz toller Freund. Wir danken dir, dass wir dich treffen durften hier auf dieser Erde und du uns dein Vertrauen und deine Liebe geschenkt hast.

Da war die Welt noch in Ordnung.....
Wenn es Sie interessiert, wie wir Timon damals wieder gefunden haben, lesen Sie unter der Rubrik "Tiergeschichten" die Geschichte von meinem alten Bär.
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Tapsie
Tapsie hat auf ihre alten Tage noch ein ganz tolles Zuhause gefunden. Siehe unter vermittelt vom 12.07.2007.

Tapsie, geboren im August 1995 hat schon viel Leid erlebt in ihrem Leben.
Sie war in einem Tierheim untergebracht und 4 Mal wurde sie vermittelt und immer wieder wurde sie zurückgebracht. Leider hat es das Tierheim nicht geschafft, die richtigen Menschen für Tapsie zu suchen und zu finden. Wie wir jetzt wissen, ist Tapsie auch nicht kastriert worden und so bekam sie einmal in ihrer damaligen Familie Babys. Da die Babys aber viel netter waren, behielt man lieber ein Baby von Tapsie und brachte Tapsie wieder ins Tierheim zurück.
Da Tapsie unter absoluten Verlassensängsten leidet und uns das nach der Vorgeschichte auch nicht verwundert, wurde sie trotzdem nochmals an ein berufstätiges Paar vermittelt. Da Tapsie ihre Angst - wieder alleine gelassen zu werden - auch ausgelebt hat, hat man sie kurzerhand in eine Gitterbox gesperrt für die Zeit, wo man außer Haus war. Aber das war nicht genug. Man verpasste ihr auch noch einen Maulkorb. Welcher Hund bleibt da gelassen und nimmt es so hin????
Menschen, die erfuhren, dass man Tapsie entweder wegen dieses Handycaps entweder wieder in das besagte Tierheim zurückbringen wollte oder die noch schlimmere Alternative in Erwägung zog, Tapsie einschläfern zu lassen, riefen uns an und baten uns um Hilfe. Natürlich habe ich gleich zugesagt, Tapsie hier auf dem Gnadenhof aufzunehmen.
Und so zog Tapsie als verschüchertes Hundemädchen am 11. November bei uns ein. Sie hatte Angst vor dem Rudel und verkroch sich die ersten Tage. Auch saß sie nur am Zaun und schaute sehnsüchtig raus. Um sich vor dem Rudel in Sicherheit zu bringen, sorgte sie die ersten zwei Tage für große Aufregung. Tapsie sprang in das Geflügelgehege. Sie suchte dort nach einem Ausgang. Für ihre 11 Jahre ist sie noch richtig sportlich. Also wurde das Tor etwa 50 cm höher gemacht und Tapsie folgte ab da auch ins Haus. Sie eroberte einen Korb und fühlte sich sichtlich wohler. Wenn ich für kurze Zeit das Gelände verlasse, sitzt sie da und wartet auf meine Rückkehr. Sie zeigt ihre Freude mit bellen und springen und ist ganz außer sich vor Freude. Bereits nach einer Woche durfte Tapsie auch mit ins OG und wohnt jetzt im Rudel der älteren Mitbewohner. Mit den Katzen hatte sie keine Probleme und auch wenn ich für eine Zeit wegfahren muss z.B. zum Tierarzt und Tapsie ist im Gelände oder im Haus, hat sie hier noch überhaupt nichts zerstört oder kaputt gemacht. Tapsie genießt die Nähe und die Streicheleinheiten und vor allem dass ihr kein Zwang mehr angetan wird und sie auch nicht mehr in Boxen eingesperrt wird. Hier sollten sich die Verantwortlichen, die dieses Hundeschicksal zugelassen haben, Gedanken machen, ob sie die richtige Aufgabe erfüllen: ZUM WOHL DER TIERE??? Es ist auch unverantwortlich, dass Tapsie nie kastriert wurde und auch das dafür gesorgt hat, dass sie wieder im Tierheim gelandet ist. Manchmal muss man nicht so weit über die Grenzen schauen. Auch vor unserer eigenen Tür gibt es noch genügend Elend.

Tapsi fand noch einmal das Glück und durfte für den Rest ihres Lebens zu unseren Mitgliedern, dem Ehepaar Kohlmann nach Karlsruhe ziehen. Doch leider währte die Zeit nicht mehr lange. Es stellte sich sehr schnell heraus, dass Tapsi unheilbar krank war und es blieben ihr genau 10 Wochen um endlich Liebe und Geborgenheit zu erfahren. Dafür danken wir dem Ehepaar Kohlmann von Herzen im Namen von Tapsi.

-----------------------------------------------------------------------------------
Nele

Unser Nele-Mädchen ist am 6.8.2008 über die Regenbogenbrücke gegangen.
Nele kam im Jahr 2004 aus Spanien zu uns und war ein ganz schüchternes und liebes Hundemädchen. Sie war schon etwas älter und fühlte sich bald nicht mehr wohl hier im Rudel. Da kam es wie vom Himmel geflogen und Nele durfte bei Familie Wagner in Bad Schönborn einziehen. Ab diesem Moment spürte Nele das erste Mal was ein richtiges Familienleben ist, was Liebe und Geborgenheit ist und wie schön das Leben sein kann.
Dafür danken wir Familie Wagner von Herzen, dass sie unserer Nele noch so schöne Jahre beschert hat und Nele noch ein glücklicher Hund sein durfte.
Doch Neles Knochen wollten nicht mehr und Nele wurde erlöst.
Hier noch ein Auszug aus der lieben mail von Familie Wagner:
Sehr geehrte Frau von Kopp ,
schweren Herzens mußten wir uns gestern von einem wunderbaren Hund verabschieden
. Nele ist über die Regenbogenbrücke gegangen .
Von Tag zu Tag merkte man Ihr an ,wie es immer schlechter um Sie stand.
Wie jeder Hund jammerte Sie nicht ,aber trotz Rimadyl kam Sie kaum mehr auf die
Beine .Zudem wurde Ihr Herz immer schlechter und Zucker kam hinzu .
Es waren dreieinhalb Jahre ,die wir alle sehr genossen haben, und auch Nele
blühte richtig auf und war mein ständiger Begleiter.
Wir hätten Nele lieber noch länger behalten ,aber wir hätten Ihr keinen
Gefallen mehr
damit getan ,daher sind wir den schweren Weg zum Tierarzt gegangen.
Ihnen brauche ich kaum zu sagen ,was es bedeutet ,einen solchen tollen und
dankbaren Hund zu verlieren . Nele war wie unser zweites Kind.
In Dankbarkeit für eine wunderbare Zeit mit Nele
Familie Wagner
---------------------------------------------------------------------------------
Zeta



|
Liebe hat Hände, die mich streicheln und mir Futter geben. Liebe hat Beine, die mit mir jeden Tag durch Wald und Wiesen laufen. Liebe hat Ohren, die meine Seufzer und stummen Klagen hören. Liebe hat Augen, die meine Not sehen. Liebe begleitet mich überall hin, auch auf meinem letzten Weg. Liebe vergisst mich nicht. So sieht Liebe aus. Lebe wohl, Zeta. Die Zeit war so kurz und doch sehr intensiv und ich hoffe, dir geht es jetzt so viel besser als auf dieser Erde. Du bist in meinem Herz mit deinem Blick und deiner Liebe. 08.08.2008 |
|||
|
|
Mohawk
Mo, der ebenfalls von Rebecca gerettet wurde, total nackt - ohne Fell und krank und unterernährt - kam er ins Tierheim Paradies. Dort wurde er liebevoll aufgepäppelt und tierärztlich versorgt. Leider ist Mo Leishmaniose positiv. Dies bedeutet, daß Mo täglich seine Tablette benötigt. Bis jetzt ist die Krankheit nicht ausgebrochen und bei einem stressfreien Leben kann er damit auch noch sehr alt werden.

Das war Mohawk im Sommer 2005
Ohne Fell - und das bei der griechischen Sonne - von Räude gezeichnet und mit einer schlimmen Geschlechtskrankheit lebte Mohawk in einem Tierauffanglager bei einem griechischen "Tierschützer" in Griechenland. Er und noch einige andere - sehr schlimme Fälle - konnten von Rebecca gesund gepflegt werden und leben alle in Deutschland und die meisten haben ein richtig tolles Zuhause gefunden.
Mo ist ca. 8 - 9 Jahre jung und ein absolut friedlicher, liebevoller und ruhiger Hundemann. Er liebt Spaziergänge, Schmuseeinheiten und seinen Kuschelkorb. Er würde sich über einen liebevollen Altersruhesitz in einem ruhigen Haus sehr freuen und würde sein ganz großes Herz sicherlich bei gegenseitiger Sympathie sofort verschenken. Mit den anderen Hunden kommt er sehr gut zurecht und geht Streit aus dem Weg.

Mo hat eine Schulterhöhe von ca. 55 cm und freut sich über jede Aufmerksamkeit die man ihm gibt. Auch kann er noch richtig jugendlich spielen und tobt hier schon mal durchs Gelände. Es ist eine Freude, wenn man sieht, welche Lebensfreude diese Hunde haben und wie dankbar und liebevoll sie sind. Näheres unter Tiergeschichten.

Mo ist wachsam und ansonsten ein ausgeglichener und ruhiger Hund. Aber er kann auch lebhaft spielen und fröhlich sein...

Mo ist schon kein ganz kleiner Hund, doch hier kann man den Größenunterschied zu unserem "Zwerglein" Mattula (leider ist Mattula über die Regenbogenbrücke gegangen. Näheres unter der Rubrik: Regenbogenbrücke) deutlich sehen. Aber die beiden verstanden sich sehr gut und freuten sich, dass sie ihre Freiheit hier genießen dürfen.

Mo mit Aris am 12.08.2006

Mo am 4. Februar 2008

Mo am 9. Mail 2008
Mo, du warst ein ganz besonderer Hund. Am Anfang als du gekommen bist, hast du die Hundefutterdosen aus dem Regal in der Garage stibietzt und mit den Zähnen aufgebissen, weil du Angst hattest, es gibt vielleicht kein Futter mehr. Aber bald hast du gemerkt, dass dir das nie mehr passieren wird. Du wurdest zu einem ruhenden Pol in unserem Rudel und warst mit allen verträglich.
Alle mochten dich mit deinen großen Ohren und hatten ihr Herz an dich verloren. Und in den letzten Monaten - als es anfing, dir schlechter zu gehen - warst du so anhänglich und total verschmust. Ich spürte auch, dass es eine Veränderung geben würde, doch ich wollte es nicht glauben, denn du bist herum getollt und hast oft gespielt wie ein Welpe und warst so ausgelassen und fröhlich. Und dann ging alles so schnell und ich sah dir an, dass du Schmerzen hast und konnte dir doch nicht mehr helfen. Ich konnte nur den letzten Weg mit dir gehen und hoffen, dass wir dich für all das entschädigen konnten, was dir die Menschen in deinem vorherigen Leben angetan hatten.
Leb wohl mein lieber Mo und sag auch Mattula, deinem großen Freund von hier, dass wir alle an euch denken und nie vergessen. 9. Mai 2008
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Plomber
ist am 3. Januar 2008 über die Regenbogenbrücke gegangen. Hier seine Geschichte:

Plomber nach seiner Ankunft bei uns am 12.12.2004
Plomber, geb. 1998, einen Tag nach seiner Ankunft am 12.12.2004 im Gnadenhof. Total unterernährt, das rechte Hinterbein hängt bewegungslos an seinem Körper. Außerdem hat Plomber unzählige Schrotkugeln im Körper. Plomber hat die Hölle durchlebt und wäre wahrscheinlich in dem französischen Tierheim in Südfrankreich gestorben, wäre er nicht durch Tierschützer mit anderen Hunden gerettet worden. Die Tiere leben dort an Ketten, im Freien ohne Hütte und Unterschlupf, ohne Wasser !!!! und Futter. Es sind unbeschreibliche Zustände. Plomber ist ein absolut lieber und liebenswerter Hund, der leben will. Er ist dankbar, anhänglich und verschmust und wird sein Leben hier auf dem Gnadenhof verbringen. Wer hilft uns dabei???????

Bis zum Skelett abgemagert und ohne Muskeln so kam Plomber hier an.
Jetzt nach nur 6 Wochen kann man sagen, dass Plomber sein krankes Bein durch die tägliche Bewegung immer öfter einsetzt und auch seit ein paar Tagen hinsitzen kann. Das Röntgenbild zeigt, dass das Becken von Plomber wahrscheinlich durch einen Unfall zerstört wurde. Links ist der Beckenknochen mit Schrauben fixiert und der rechte Beckenknochen ist überhaupt nicht mehr vorhanden. Das rechte Bein war wegen Bewegungsmangel verkürzt und ganz allmählich bilden sich hier Muskeln. Man muß abwarten, wie sich die Beweglichkeit von Plomber weiter verbessert. Da er mit Sicherheit Schmerzen hat - an die er sich schon gewöhnt hat - bekommt er täglich Schmerztabletten. Außerdem wurde Plomber kastriert, damit ihm die läufigen Hündinnen nicht zum Verhängnis werden. Stand: 28.01.2005

Plomber kann durch den Muskelaufbau endlich wieder hinsitzen....
Auch geht Plomber für sein Leben gerne Spazieren und es macht Spaß mit ihm, weil er ohne Leine wunderbar läuft und auch hört, wenn man ihn ruft.

Plomber setzt zu 90 % sein krankes Bein wieder ein - wie man hier auch deutlich sehen kann. 1.5.2005

Plomber am 27.08.2005...

....auf vier Füssen und..

...richtig schön, oder nicht??

Wir hatten Plomber ja von dem Verein Afghanen in Not übernommen. Der Verein hatte den Transport organisiert. Jetzt ist Plomber auf dem Banner des Vereins Tierschutz Euroweit zu sehen. Aber Gott sei dank sieht er heute nicht mehr so traurig und krank aus.

Und auch hier auf unserem Banner wird er immer bleiben.
Leb wohl mein lieber Plomber. Du hast uns alle erstaunt mit deiner wunderbaren körperlichen und auch seelischen Entwicklung, die du hier erlebt hast. Du warst ein toller Hund, der mit keinem anderen Hund je Streit angefangen hat.
Mach's gut Plomberle und du weißt, ich werde dich nie vergessen.
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Opi
Am 4. Oktober 2007 hat unser OPI uns verlassen. Er war 5 Jahre lang ein treuer und anhänglicher Freund und war immer an meiner Seite. Auch wenn er im Alter so seine Marotten bekommen hat, war er doch ein sehr liebenswerter und toller Hund, der sich mit allen vertragen hat und die Welpen und Junghunde haben Opi über alles geliebt. Doch leider konnte er nicht mehr aufstehen und er bekam einen Hirnschlag. Aber ganz tapfer ist er mit mir den letzten Gang gegangen und hat mir die Hand abgeschleckt als unser Tierarzt ihm die Narkose gab. Leb wohl OPI, ich hoffe, Du hattest noch eine gute Zeit bei uns und wir konnten dich für all das entschädigen, was du in deinem vorherigen Leben nicht hattest. Du weißt, du hast einen festen Platz in meinem Herzen.

Das war der Text für unseren OPI als er noch bei uns war.
Opi

Opi am 1.5.2005

Unser Opi 2002

Opi und Bär, Opi (links) ist ein Schäferhund-Husky-Mix von ca. 13 J. Er mußte sein Leben lang Schafe hüten. Als der Besitzer starb und Opi von einem anderen Schäfer übernommen wurde, wollte ihn dieser totschlagen, weil Opi dessen Kommandos nicht verstand. Er kam zu uns total abgemagert und ohne Fell auf dem Rücken. Inzwischen ist er sehr anhänglich und nur lieb. Er verträgt sich eigentlich mit allen. Bei manchen unkastrierten Rüden spielt er den dicken Max. Aber das ist nur Schau. Er hat ein paar Gelenksprobleme an den Vorderläufen. Aber mit Einnahme von Rimadyl ist es Opi möglich, schmerzfrei zu leben. Da man Opi die Reißzähne gekappt hatte, waren diese total entzündet und mussten gezogen werden. Heute nagt er mit Vorliebe an seinen Schweinsohren und hat keinerlei Zahnprobleme mehr. Er ist wirklich ein richtiger Sonnenschein und für jeden Anfänger geeignet. Man sollte allerdings wissen, dass unsere Oldies alle täglich ihr Karsivan erhalten. Das steigert die Durchblutung im Kopf und hält Augen, Ohren und den Allgemeinzustand fit.


So sah Opi bei seiner Ankunft bei uns aus. Er war ein wirkliches Skelett mit Fell, das viele kahle Stellen aufwies.
Sein Fell ist tip top nachgewachsen und er ist fröhlich und spielt mit dem jungen Gemüse wie ein Junger. Schön ist es, wenn Opi mit den jungen Hunden um deren Spielzeug mit rennt. Dann nimmt er einen Grashalm ganz lässig seitlich ins Maul und zeigt den Jungen: Ätsch ich habe auch eine Beute. Es könnte auch ein Streichholz sein, die Hauptsache er hat auch etwas im Maul. Das Spiel mit den Junghunden hält ihn fit und fröhlich.
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Mücke
Eine ganz besondere Katze war unsere Mücke. Sie ist heute, 20. Juli 2007, über die Regenbogenbrücke gegangen. Vermutlich hatte sie Magenkrebs, denn seit Silvester hat sie erhebliche Probleme gehabt und hat immer wieder gebrochen. Aber leider nicht nur einmal sondern manche Tage ohne Unterbrechung. Keine Untersuchung brachte ein Ergebnis. Die Medikamente schlugen in der ersten Zeit an und leider war es jetzt so, dass Mücke zwar fressen wollte und ich ihr auch alles angeboten habe, was sie gerne gefressen hat von Tartar, Thunfisch und andere Sachen, die sie geliebt hat. Nichts konnte sie mehr locken. Und sie wurde ganz gelb. Ein Hinweis, dass die Leber auch schon sehr angegriffen war in den letzten Tagen. Sie leidet jetzt nicht mehr. Aber sie ist viel zu früh gegangen.

In meinem Herzen wird Mücke immer einen ganz besonderen Platz haben, denn sie war etwas Besonderes. Sie schnurrte so laut, dass man manchmal am Telefon kein Wort mehr verstand. Sie war immer in meiner Nähe und verstand jedes Wort. Sie hinterlässt eine große Lücke und eine Leere, denn sie war einmalig.

Leb wohl meine Mücke und grüße alle meine Freunde von mir.
Und ich möchte dir von Herzen danken, für die bedingungslose Liebe, die du mir täglich gegeben hast und dein Vertrauen. Es bleibt eine unvergessliche Zeit mit dir.

Das war die Beschreibung unserer Mücke als sie uns noch mit ihrer unendlichen Liebe überschüttete:
Mücke ist wirklich eine ganz besondere Katze. Als sie an Silvester 2000 kam, Tierschützer hatten sie aus einem Tierheim in Athen mitgenommen, war sie zickig und überhaupt nicht anhänglich. Das kann man heute nicht mehr behaupten. Mücke entpuppte sich als Hund. Sie verfolgt mich auf Schritt und Tritt und ist eigentlich nur lieb. Andere Katzen mag sie nicht so sehr und hält sie sich auf Distanz. Aber wenn sie könnte, würde sie immer an einem kleben.
Mücke ist inzwischen ca. 8 Jahre jung. Wie sie ihr Auge verloren hat ist uns nicht bekannt. Mit Hunden kommt sie ganz gut zurecht. Wenn ihr diese zu aufdringlich werden, gibt es auch mal Watschen.
I'm
getting on in years,
My coat is turning gray.
My eyes have lost their luster,
My hearing's just okay.
I spend my day dreaming
Of conquests in my past,
Lying near a sunny window
Waiting for its warm repast.
I remember our first visit,
I was coming to you free,
Hoping you would take me in
And keep me company.
I wasn't young or handsome,
Two years I'd roamed the street.
There were scars upon my face,
I hobbled on my feet.
I could sense your disappointment
As I left my prison cage.
Oh, I hoped you would accept me
And look beyond my age.
You took me out of pity,
I accepted without shame.
Then you grew to love me,
And I admit the same.
I have shared with you your laughter,
You have wet my fur with tears.
We've come to know each other
Throughout these many years.
Just one more hug this morning
Before you drive away,
And know I'll think about you
Throughout your busy day.
The time we've left together
Is a treasured time at that.
My heart is yours forever.
I Promise - This old cat.
Author:
K.C. Bigamon

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Churchill

Churchill ist im Regenbogenland
Churchill geb. 2002, den wir als kleines Etwas in Stettfeld auf dem Kirchplatz einfangen konnten. Seine Mama wurde ein paar Tage brutal erschlagen und ertränkt - siehe Tiergeschichten - ist ein ganz scheuer schlanker Kater. Er läßt sich überhaupt nicht blicken, wenn fremde Menschen im Haus sind. Er genießt seinen Freigang hier auf dem Gnadenhof und bringt öfter eine lebende Maus für seine Kumpels mit, die ich dann wieder einfangen und ins Freie tragen muß.
Leider war der wirklich hohe Zaun mit nach innen liegenden Aufliegern - extra katzensicher gebaut - kein Hindernis für Churchill, das Gelände zu verlassen. Dies wurde ihm zum Verhängnis. Er marschierte immer Richtung Äcker und Wald ins Gelände. Doch am 10.11.2005 kam der kleine Mann nicht mehr nach Hause. Er wurde auf der viel befahrenen Strasse nach Odenheim überfahren.
Aus diesem Grund vermitteln wir jetzt nur noch in absolut verkehrsberuhigte Gegenden Freigängerkatzen, denn diese traurigen Erfahrungen möchten wir nicht mehr erleben.
Leb wohl kleiner Mann. Leider hast Du es nicht verstanden, wenn ich vor Kummer beinahe krank wurde, wenn du unbedingt das Haus verlassen wolltest. Aber leider warst du nicht zu halten. Ich hoffe, es geht dir im Regenbogenland gut und du triffst alle unsere Freunde dort. Ich werde dich sicherlich nie vergessen.
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Sheila

Mein Teddybär Sheila ist über die Regenbogenbrücke gegangen und wird künftig keine Schmerzen mehr haben. Die letzten Tage war Sheila anzumerken, dass sie wieder Probleme hat. Sie wurde wieder massiv inkontinent - was aber schon seit Jahren ist - und sie hatte zeitweise Orientierungsprobleme. Die Augen wurden ganz matt, sie stakste nur noch und tat sich beim Laufen sehr schwer. Doch als sie dann auch noch das Fressen verweigerte, was sie noch nie getan hatte in der Zeit seit sie zu mir kam, wusste ich dass es sehr ernst ist und natürlich war das genau an Heilig Abend und am 1. Weihnachtsfeiertag lief ihr der Urin in Bächen heraus. Sie trank sehr viel und lag oft bewegungslos an einem Platz. Auch wedelte sie nicht mehr mit dem kleinen Puschelschwänzchen, wenn ich sie ansprach oder streichelte. Die letzte Nacht lag sie dann nur noch auf einem Platz und bewegte sich nicht mehr. Gleich am frühen morgen rief ich unseren Tierarzt an. Sheila konnte nicht aufstehen und erst als Katja kam, nahm sie alle Kraft zusammen und stand auf. Sie stöhnte vor Schmerzen.

Da Sheila schon seit sie bei uns ist, mit Inkontinenz große Probleme hatte, konnte ich ihr ansehen, dass es keine Hilfe mehr gab und der Kampf verloren war. Sheila wollte gehen und ich musste es ihr ermöglichen.....

Dieses Bild hatte ich am 2.12.2006 von unserem Puschelbärchen gemacht.
Sheila kam im Frühjahr 2002 zu uns. Es gab einen Anruf einer Familie aus Forst, dass sofort ein Yokshireterrier - Gary - und eine Chowhündin - Sheila - weg müssen. Ich fuhr noch am selben Tag dorthin. Die Familie war schon etwas merkwürdig und was man erkennen konnte, war, dass Sheila große Probleme mit Menschen hatte. Sie stand bellend vor mir. Der Hausherr wollte mir noch demonstrieren, dass Sheila ja eigentlich ganz lieb ist und klopfte ihr immer auf den Rücken. Da wurde sie noch unsicherer und bellte noch mehr. Ich konnte sofort erkennen, dass dieser Platz für Sheila absolut ungeeignet ist. Da sich Sheila von mir nicht anfassen ließ, vereinbarten wir, dass Sheila zu uns gebracht wird. Gary fuhr sofort mit uns mit. Er fand auch nach ca. 8 Wochen ein sehr nettes Paar, das ihn adoptierte. Dort lebt er immer noch fröhlich und glücklich. Sheila kam am nächsten Tag im Juni 2002. Sie genoß es, sich frei in unserem riesengroßen Garten in Stettfeld zu bewegen. Nur anfassen war überhaupt nicht drin. Sheila war so misstrauisch und so fletschte sie schon ihre Zähne, wenn man nur in ihre Nähe kam. Allerdings ging sie für ihr Leben gerne spazieren. Das konnte man sehr gut ausnutzen und sie mit der Leine in der Hand überall hinlotsen. So lebte Sheila bei mir und an Kämmen oder Zecken entfernen o.ä. war überhaupt nicht zu denken. Sie kam auch nicht mit ins Haus. Sie lebte im Vorraum des Hauses und bewachte das Haus und deren Besucher. Jeder hatte großen Respekt vor unserer Sheila.
So ging der Sommer dahin und es kam der Jahreswechsel. Sheila war inzwischen soweit, dass sie unsere täglichen Spaziergänge liebte. Sie konnte da auch Kräfte entwickeln und wurde manchmal zu einem kleinen Elefanten. Mit den anderen Hunden vertrug sie sich gut, nur große schwarze und dominante Hündinnen möchte sie überhaupt nicht und auch gab es keine Kauknochen mehr, denn dann wurde sie unerbittlich. An Silvester stellte ich fest, dass Sheila panische Angst vor den Krachern hatte. Sie lief ganz eng bei mir und ihr Puschelschwänzchen hing traurig nach unten. Das war der Tag als Sheila das erste Mal mit ins Haus ging. Katzen waren ab sofort ihre großen Freunde. Sie durften alles mit Sheila machen. Am nächsten Morgen war eine riesengroße Pfütze im Wohnzimmer. Sheila versteckte sich. Doch ich beseitigte wortlos die Pfütze und ab da wusste Sheila, dass sie nicht mehr geschimpft bekam, wenn sie - wie sich dann herausstellte - die Blase nicht kontrolliert werden konnte. Sheila war inkontinent. Jetzt fing die Ursachenforschung an. Kam es von der Kastration? Nein. Die Ursache musste eine verschleppte Blasenentzündung sein. Doch leider gestalteten sich die Tierarztbesuche als äußerst schwierig. Sheila ließ nur mich an sich ran und kein Mann durfte Sheila auch nur berühren. Sie musste in Narkose gelegt werden um untersucht werden zu können. Da aber auch die Tabletteneingabe sehr schwierig, wenn nicht gar unmöglich war, war es sehr schwer, Sheila zu helfen. Leberwurst verschmähte sie. Aus den Wiener pulte sie die Tabletten raus uns spuckte sie aus. Käse war auch nur ohne Tabletten ihr Ding. Und mit Konsequenz konnte man bei Sheila nichts machen. Da konnte es schon sein, dass sie zubiss.
Auch für die jährliche Sommerfrisur musste Sheila jedes mal sediert werden. Doch sie genoss es, wenn sie ohne ihren dicken Pelz die Luft an ihrem Körper spürte und war dann richtig fröhlich und ausgelassen. Manchmal trug sie ein T-Shirt, wenn die Witterung denn doch noch nichts für Sommerbekleidung war. Aber auch das störte sie nicht im geringsten. Ich konnte auch feststellen, dass es ohne ihren dicken Pelz immer besser wurde mit ihrer Inkontinenz. Doch ganz weg war es beinahe nie. Doch das störte uns nicht, denn Sheila entwickelte sich zu so einem Sonnenschein. Alle neuen Hunde wurden von ihr für gut befunden und nur selten musste sie zeigen, dass sie der Chef im Haus war.

Sheila am 29.06.2006 im neuen Sommerlook.
Mit ihrer unaufdringlichen Art schlich sie sich in die Herzen von manchem Besucher. Aber sie war ein Einmann - oder Einefrau-Hund und wollte hier bleiben. Auch verlor sie die Angst vor Männern mit jedem Jahr mehr und ihr Vertrauen wuchs und es war so schön mit anzusehen, wie toll sich Sheila entwickelt hatte. Ich durfte fast alles mit ihr machen und sie zeigte mir ihre Zuneigung oft so, dass sie ihren Kopf an mir rieb und mich zärtlich abschleckte. Sie war aber nie fordernd oder aufdringlich. Auch wenn es Futter gab, saß sie still in der Küche unter dem Tisch und wartete bis ich sie leise rief. Und immer wartete sie, bis sie ihren Kuss auf ihren dicken Kopf bekam, bis sie anfing zu fressen. Der Platz ist jetzt leer und obwohl Sheila sehr ruhig war, fehlt sie an allen Ecken und Enden. Sie liegt nicht mehr im Büro oder im Schlafzimmer an der Türe.

Das Rudel hatte Respekt vor Sheila und sie war der Chef im Haus.
Vor einem halben Jahr hatten wir mit Sheila ein homöopathisches Programm zusammen gestellt und es schien anzuschlagen. Sheila, die wieder einen Schub hatte, wurde trocken und so legte sie sich auch manchmal in einen der Hundekörbe und wenn ich das sah, war ich richtig glücklich. Da bei der letzten Untersuchung Harngriess festgestellt wurde, bekam Sheila auch spezielles Futter. Alles schien sich zum Guten zu wenden. Doch in den letzten Wochen merkte ich, dass Sheila manchmal große Probleme hatte, die Treppen in die Wohnung hoch zu laufen. Auch hatte sie manchmal Orientierungsprobleme. Die Äuglein wurden so grau und der alte Glanz verlor sich von Tag zu Tag. Jede Nacht begleitete ich Sheila in den Garten, weil sie noch mal dringend Pipi musste. Vor ein paar Tagen änderte sich alles schlagartig. Sheila wurde massiv inkontinent. Sie war dann immer ganz unglücklich. Sie lag vermehrt an einer Stelle. Und als Sheila am 1. Weihnachtsfeiertag nicht zum Fressen kam, wusste ich, dass es ihr sehr schlecht gehen musste. Und trotzdem wedelte sie mit ihrem Puschelschwänzchen, wenn ich sie ansprach oder sie einfach nur streichelte. In der Nacht dann lag sie bewegungslos vor der Wasserschüssel. Ich war in dieser Nacht sehr oft bei Sheila und manchmal hatte ich das Gefühl, sie ist schon gegangen. Am Morgen konnte sie nicht mehr aufstehen und reagierte fast kaum noch. Da wusste ich, ich muss sie erlösen lassen, denn sie hatte Schmerzen. Ich vermute, dass ihre Nieren nicht mehr arbeiteten und ihr auch große Schmerzen bereiteten. Der letzte Gang mit Sheila war ein schwerer Gang, denn sie hatte sich in mein Herz geschlichen und hat dort einen großen Platz eingenommen.

Sheila inspizierte immer die Neuen - so auch hier am 29.10.2006 - mit Katja.
Sheila, mein Puschelöhrchen, du wirst mir sehr fehlen, denn es gibt nicht viele Hunde wie dich. Ich werde dich sehr vermissen und hoffe, dass ich die richtige Entscheidung für dich getroffen habe. Leb wohl, meine kleine Sonne. Ich werde dich sicher nie vergessen. 26.12.2006
---------------------------------------------------------------------------------
Griechenland 2006
Im Gedenken an alle gequälten, misshandelten und ungeliebten Tiere, die der Willkür des Menschen ausgesetzt sind:

Ben - wie Mary diesen alten Boxer getauft hatte - wurde auf der Strasse herumirrend gefunden. Er war blind und taub und keiner kümmerte sich um ihn. Mary nahm ihn mit in ihr Haus und gab ihm noch ein paar schöne Tage mit viel Liebe. Er wurde entsorgt, weil er alt und krank war und so hatte man ihn kurzerhand zum Sterben auf die Strasse geschickt. Er wurde erlöst von seinen Leiden. November 2006.

Welch grausame Schmerzen mußte dieser arme Hund erdulden. Abgemagert zum Skelett, mit zerfressenem Kiefer, so fanden ihn Mary und Despoina.

Wie lange hat dieser Hund leiden müssen? April 2006

Skouffie, wie Mary diesen Schäferhund getauft hatte, wurde vor dem Haus von Mary entsorgt. Sie fand ihn mit einem dicken Strick an ihrem Auto angebunden. Wahrscheinlich - so wird vermutet - haben Menschen, die diesen gequälten Hund gefunden hatten, gedacht, Mary kann hier helfen. Die Spuren deuten eindeutig darauf hin, dass Skouffie hinter einem Auto angeleint an einem Strick, hergeschleift wurde. Davon zeugen seine tiefen Schürfwunden.

Seine Kette hatte sich tief in den Hals eingeschnitten. Leider konnte man Skouffie nicht mehr helfen. Nach ein paar Tagen, in denen er wenigstens noch Wärme und Geborgenheit erfahren durfte bei Mary und Kles, musste man die Entscheidung treffen, ihn gehen zu lassen. Die Wunden waren zu groß und die Angst von Skouffie zu groß, dass man ihm wieder Leid antun würde.

Und dieses Hundekind hat es auch nicht geschafft. Es wurde total unterernährt aufgegriffen. Es war noch in Sicherheit bei Despoina und bekam viel Liebe, doch der Körper war zu geschwächt um einen Weg ins Leben zu finden.
Alle diese Hunde stehen stellvertretend für das Leid, das den Tieren täglich in Griechenland und anders wo auf der Welt angetan wird.
Wir können nur hoffen, dass die Menschen gescheiter und vernünftiger werden und das Leben und die Natur achten lernen. Aber wird das je geschehen??????
Wir sind in Gedanken bei all den geschundenen, ungewollten und ungeliebten Tieren dieser Welt und es ist unser Motor, die Arbeit fortzusetzen und Leben zu retten, wo immer es uns möglich ist.
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Mattula
Niemals hätte ich gedacht, dass ich diese Seite mit unserem Sonnenschein Mattula beginnen müsste. Er war doch noch so jung. Knapp 14 Monate jung!!!!!!

Mattula auf der Reise ins Glück ????

Mattula und Annemarie (die ein gutes Zuhause gefunden hat) auf der Reise von Griechenland nach Deutschland.

Mattula im Februar 2006

Der sanfte Riese, der auch ausgelassen herum tollen konnte und einem anstupste, dass man wirklich standfest sein musste, ist über die Regenbogenbrücke gegangen am 17. Juli 2006 um 17.45 Uhr.

Nie mehr wird er seine Riesenpfote nehmen und versuchen einem herzuholen oder meinen Arm in seinen großen Fang nehmen und mir zärtlich seine Zuneigung zeigen. Nie mehr wird er Besuchern an den Hemden oder Hosen rumknabbern. Nie mehr werde ich in diese großen, tiefen wunderschönen braunen und oft abwesenden Augen schauen dürfen. Nie mehr wird sich mein Bär, wie ich ihn für mich getauft habe, an mich drücken und mir seine Liebe zeigen. Nie mehr wird er im Hof liegen und wenn ich ganz leise seinen Namen ausspreche sein Schwanz zu wedeln beginnen.

Auch Ashari liebte diesen Riesen.

Mattula genoss die Streicheleinheiten der Besucher sehr. Hier im Juni 2006 mit Marcus Köpple. Auch er hatte sein Herz an diesen sanften Hund verloren.
Als ich das erste Mal sein Bild sah, wusste ich, dass ich mein Herz an diesen Hund verloren hatte. Und als er dann im Januar aus Griechenland kam und ich ihn abgeholt habe, wusste ich, dass er ein ganz besonderer Hund ist. Nicht nur seine stattliche Größe von 85 cm Schulterhöhe hatten es mir angetan. Nein seine sanfte, ausgeglichene Art, seine Weisheit und seine Gelassenheit haben von der erste Sekunde mein Herz erobert.

Diese Hütte war eindeutig zu klein.
Mattula wurde in Griechenland auf der Straße gefunden und von einem Verleger in dessen Garten untergebracht und versorgt mit regelmäßigem Futter. Wenig später kam er dann zu Rebecca ins Tierheim Paradies. Auch dort hat er alle verzaubert mit seiner unvergleichlichen Art.

Mattulas Hütte (gestiftet von Andrea Ritter)
Leider war nicht zu übersehen, dass Mattula ganz massive Gelenksprobleme hat. Sein linkes Fußgelenk bog sich 90 Grad durch und wir suchten auch gleich unseren Tierarzt auf. Er empfahl uns erst einmal eine Spezial-Zusatzernährung für Stabilisierung der Bänder. Natürlich wurde zu diesem Zeitpunkt schon besprochen, dass man die Gelenke röntgen muss um zu sehen, was die Ursache ist.

Mattula und Mohawk verstanden sich auch sehr gut.
Zwischenzeitlich hatten sich sehr viele Menschen für unseren Mattula interessiert und wollten ihn adoptieren. Doch irgendwas hielt mich davon ab. Ich nahm ihn wieder aus der Vermittlung und wollte erst genau wissen, was mit unserem "Zwerg" los ist. Doch er musste dann eine zeitlang mit Antibiotika behandelt werden, weil er sich einen Virus eingefangen hatte und dann schleckte er sich im Mai an der Schwanzwurzel kahle Stellen und ich fuhr wieder umgehend zum Tierarzt mit unserem Bär. Wir ließen eine Blutuntersuchung vornehmen, da meine Befürchtung bestand, dass er eventuell doch eine Reisekrankheit in sich tragen könnte. Doch nach 3 Tagen kam die erlösende Antwort: Alles negativ. Mir fiel ein großer Stein vom Herzen. Seine Ekzeme am Rücken bekam ich auch wieder in den Griff und er líeß sich ohne Murren täglich mehrmals Salbe auf die nässenden großflächigen Wunden reiben.


So nachdenklich lag Mattula in der letzten Zeit öfter.
Aus irgendeinem Gefühl heraus habe ich die große Untersuchung immer rausgezögert. Dies hat uns - im Nachhinein gesehen - noch Zeit füreinander geschenkt. Doch als ich in den letzten 2 Wochen feststellte, dass Mattula jetzt nicht nur vorne humpelt sondern auch mit dem rechten Hinterlauf und auch das Bein verdreht beim Laufen, vereinbarte ich einen Termin bei einem Spezialisten in der Tierklinik in Wiesloch. Mattula hatte Schmerzen beim Laufen und er bekam ja schon seit Wochen Schmerzmittel, doch sicherlich konnten die ihm, nach Wissen der Diagnose, nicht die Schmerzen nehmen, die er sicherlich hatte.

Ich denke und hoffe, dass es doch schmerzfreie Momente für Mattula gab.
Auch stellte ich in den letzten Tagen fest, dass Mattula, der zu jedem Hund hier freundlich und souverän war, sich die Hunde fern hielt mit Knurren.
Hoffnungsvoll fuhren wir am Montag, den 17. Juli 2006 in die Tierklinik. Mit dabei war unser altes Bullterriermädchen Feli. Da Feli total verkrebst ist, wollte ich genaueres wissen und ob unsere Feli leidet. Innerlich hatte ich mich auf einen Abschied von Feli vorbereitet. Doch es sollte ganz anders kommen.
Natürlich wollte Mattula nicht in die Klinik laufen und ich musste mich riesig anstrengen, unseren 60 kg Hund mit viel Geschick in das Sprechzimmer zu bekommen. Feli konnte es dagegen nicht schnell genug gehen.
Nach der Laufprobe beschlossen wir, Mattula gründlich zu röntgen, Gelenke, Hüfte um nach der Ursache zu forschen. Auch Feli wurde geröntgt, weil ich wissen wollte, ob ihre Lunge frei ist, da sie seit Tagen einen ganz massiven Husten hat.
Wir hoben unseren Zwerg auf den Tisch, der beinahe nicht ausreichte für unseren Süßen. Mattula machte alles ohne Brummen oder Murren mit. Die Gelenke wurden nochmals untersucht, gedehnt, gestreckt. Auch hier war er mein sanfter Riese und ich war so stolz auf ihn. Als der Katheter für die Narkose gesetzt wurde, legte er seinen Kopf an meine Schulter ganz eng und lehnte sich vertrauensvoll an mich. Ich sollte nicht wissen, dass dies das letzte Mal war, dass ich meinen Bär so im Arm halten sollte. Als er einschlief und in den Röntgenraum gefahren wurde, gingen wir mit Feli nach draußen. Auch wartete ja noch unsere Yala auf uns, die dort stationär untergebracht war seit zwei Tagen.
Eigentlich waren wir frohen Mutes. Feli war quietschvergnügt und fidel (was aber auch nur von kurzer Dauer war) und Yala war auf dem Weg der Besserung. Wir zerbrachen uns den Kopf, woher wir die Gelder bekommen könnten, damit wir unseren Riesen operieren lassen können. Mit diesem Gefühl gingen wir zur Besprechung der Bilder. Doch das Ergebnis war mehr wie niederschmetternd.

Mattula machte auch Stippvisiten im OG
Bei Mattula war kein Gelenk im Körper so wie es sein sollte. Überall waren sehr große Defizite und Mängel, in der Hüfte hatte er eine sehr schwere HD, die Kreuzbänder in den Kniegelenken waren nicht vorhanden, hochgradige Arthrose hatte sich schon eingestellt und überall waren Lücken und Veränderungen der Knochen. Dr. Hagel, der sich wirklich viel Zeit für uns nahm und alles ausführlich erklärte sagte dann am Ende: Auch wenn Mattula der Hund eines Millionärs wäre, würde er nicht operieren, da es eine monatelange Qual für Mattula wäre und wahrscheinlich keine vollständige Besserung eintreten würde. Wir beschlossen schweren Herzens, Mattula nicht mehr aus der Narkose aufwachen zu lassen. Da muss ich schon unter Schock gestanden haben, denn Dr. Hagel fragte mich, ob Mattula auf Reisekrankheiten getestet sei. Ich sagte, das wisse ich nicht. Dabei war ich vor drei Wochen noch überglücklich über das negative Ergebnis Es war mir entfallen.... Mattula hätte noch Hundeleben retten können und als Blutspender zur Verfügung stehen können. Aber erst auf der Heimfahrt wurde mir bewusst, dass ich alles vergessen hatte und mein Kopf eine absolute Leere hatte.
Wieder einmal verließ ich die Klinik nur mit dem Halsband und ohne meinen treuen Freund. (Alle Hunde meines Herzens hatten den Namen Bär. So auch Mattula. Er war der 4. Bär in meinem Leben. Aber ich schwöre, es wird nie mehr einen Bär für mich geben, denn immer war der Aufenthalt auf der Erde und bei mir nicht sehr lange und die Abschiede sehr schmerzhaft und dramatisch.)
Mein Bär Mattula, ich danke Dir für Deine Liebe, Dein Vertrauen und für die Zeit, die ich mit Dir verleben durfte. Es waren nur 6 Monate aber vom ersten Moment an als Du in mein Leben getreten bist, sagte ich, dass Du meine Sonne bist. Wenn ich Dich sehe, geht mir das Herz auf und alle Sorgen und Nöte werden klein.

Ich hoffe, wir sehen uns wieder.........
Leb wohl mein Bär.
18. Juli 2006
Mattula hatte viele Freunde. Ein Brief einer ganz besonderen Freundin an Mattula.
Lieber Mattula,
als ich das erste Mal von dir gehört hatte, bzw. gelesen und dein Bild gesehen hatte, wünschte ich mir ein Haus mit großen Garten zu haben. Aber leider konnte ich dir nur eine eigene große Hundehütte geben. Als ich Catman bei euch abholte, hatte ich leider nicht die Zeit und Ruhe mich länger bei euch aufzuhalten um dich etwas näher kennen zu lernen. Dabei hatte ich mich doch auch extra auf dich gefreut. Ich nahm mir immer wieder vor, mal 1 Tag zu euch zu fahren aber mit 2 kleinen Kindern ist das nicht so einfach. Deshalb lese ich wenigstens täglich eure News.
Letzten Sonntag holte ich eure Prinzessin in Stuttgart ab und deine "Petra" erzählte mir kurz von Yala, Feli und deinem Tierarzttermin. Am Montag mußte ich die ganze Zeit an dich denken und hatte dir fest die Daumen gedrückt. Auch musste ich an diesem Tag an meine verstorbene Katze Sissi denken, da diese gestern Geburtstag gehabt hätte, 9 Jahre wäre sie geworden. Ihr Tod ist nun 3 Jahre her aber ich muss heute noch weinen, wenn ich Fotos von ihr anschaue oder an sie denke. Als ich gestern die Nachricht erhielt, dass du über die Regenbogenbrücke gegangen bist, war ich unfähig, näher darüber nachzudenken. Ich wollte dies nicht wahrhaben. Das war für diesen, für mich besonderen Tag, einfach zuviel. Ich habe dann versucht, mich mit Micky, Catman und Prinzessin abzulenken.
Als ich nun jetzt deine Geschichte unter der Rubrik Regenbogenbrücke gelesen habe, kullern mir eine Träne nach der anderen die Wangen runter. Der ganze Schmerz muss raus. Ich wollte dich doch einmal besuchen mir viel Zeit mitnehmen.
Zeit, ja die Zeit. Man möchte immer soviel erledigen. Man hat dies und jenes noch zu machen. Aber ist das alles wirklich immer so wichtig? Hinterher ist man immer schlauer. Wieder einmal hat mir das Leben gezeigt, dass man doch die Dinge, die einem so sehr am Herzen liegen, nicht so lange aufschieben sollte. Es könnte sonst zu spät sein.
Lieber Mattula, es tut mir sooooo leid, dass ich dich nicht mehr besuchen konnte. Auch ich werde dich nie vergessen und ich hoffe, du begegnest meiner Sissi. Sie war auch eine ganz Liebe.
Da ich ganz fest an die Regenbogenbrücke glaube, sage ich dir nun auf wiedersehen.
Deine Andrea Ritter
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Felice

Unsere Kampfschmuserin Felice ist ihrem Freund Mattula gefolgt........
Als ich mich im Dezember 2005 auf einen Notruf für eine blinde Bullterrierhündin aus Ungarn meldete, wusste ich nicht viel über diesen Hund.

Wir übernahmen bei Nürnberg an der Autobahn ein absolut erbärmliches Häufchen Elend ohne Hintergrundwissen. Was mir da aus der Box entgegenkam, war schon mehr dem Tod nahe als dem Leben....

Das war am 19. Dezember 2005. Felice, wie wir sie ab sofort nannten, war nur Haut und Knochen, im Gesicht kein Fell, überall deutliche Spuren, dass diese Hündin in einem sehr engen Drahtkäfig ihr Leben fristen musste. Und dann waren da noch die Mammatumore und auch an den Seiten hatte sie bereits Geschwüre.
Feli lief mit mir an der Leine ins Gelände und vertraute mir von der ersten Sekunde. Sie bekam erst einmal einen eigenen Korb, reichlich gutes Futter und Ruhe und viele Streicheleinheiten und liebe Worte.
Sie hatte panische Angst vor den anderen Hunden und die spürten das und nutzten dies auch aus. Feli warf sich immer sofort auf den Rücken, wenn sie zu nahe an einen anderen Hund kam. Einmal suchte ich sie ganz verzweifelt. Sie lag zusammengekauert am Zaun und rührte sich nicht. Sie hatte Angst. Doch das sollte bald vorbei sein. Ich lief alle Wege mit ihr und immer wenn sie im Gelände war, begleitete ich sie. So lernte sie das Gelände und die anderen Hunde kennen und ihr Vertrauen und Selbstsicherheit wuchs von Tag zu Tag. Ihr Appetit war gut und sie legte auch schön an Gewicht zu. Die Spuren im Gesicht und am Körper verschwanden täglich mehr und es kam ein weißer , schöner Hund zum Vorschein. Als sie ankam war sie grau und am Körper hatte sie so manch kahle Stelle.

Die Lebensfreude kam zurück. 3.1.2006
Ihre Augen und Ohren wurden behandelt und sie konnte auch wieder was sehen. Die Augen waren total vereitert und die Ohren eine Kohlegrube. Sie ließ sich alles immer ohne Probleme machen und manchmal hatte ich das Gefühl, sie bedankt sich für die Hilfe.

Die Spuren aus der Vergangenheit verschwinden ganz allmählich.

Schon bald kam der Kampfschmuser zum Vorschein. Immer wenn Besuch kam, war Feli ganz vorne und forderte ganz massiv ihre Streicheleinheiten. Wenn sie sich unter den Gartenstuhl drückte und aufstehen wollte, musste man acht geben, dass man nicht umgeworfen wurde. Doch es war schön zu sehen, wie wohl sich Feli fühlte und wie fröhlich sie zeitweise mit dem Rudel rumtollte. Wenn sie manchmal doch auch sehr grob war. Aber sie stoppte sofort, wenn man sie ansprach und nur manchmal kam ihr Terrierdickkopf durch. Da probierte man es halt immer wieder. Wird schon irgendwie klappen. Das war ihr Motto.

Feli im Februar 2006. So allmählich gab's Gewichtprobleme.
Sie war eine absolut treue Seele und sehr, sehr anhänglich. Wenn sie übermütig wurde, konnte sie aufdrehen und war manchmal nicht mehr zu bremsen. Doch leider war der Krebs schon so weit fortgeschritten, dass eine OP nicht mehr möglich war und wir ihr nur mit starken Schmerzmitteln die Schmerzen nehmen konnten. Die Dosis wurde in den letzten Wochen noch mal erhöht und trotzdem hatte ich zeitweise das Gefühl, dass die kleine Maus doch leidet. Sie saß dann in ihrem Korb und blickte ins Leere und manchmal stöhnte sie.

Feli und Mattu immer mit dabei im Februar 2006.
Tiere ertragen und erdulden vieles sehr klaglos und man muß schon sehr genau hinschauen und beobachten, wann man ihnen helfen soll und sie von ihrem Leid erlösen lassen muss.
Die unerträgliche Hitze war Gift für Feli und sie litt in den letzten Tagen doch sehr und war ganz stil.
Liebe Feli, leider warst du nicht sehr lange bei uns. Du hast uns aber allen sehr deutlich gezeigt, was Lebenswille ist und hast dir trotz allen Elendes das du mit der Spezie Mensch erleben musstest ein Vertrauen bewahrt und hast es mir voll und ganz geschenkt. Dafür danke ich Dir. Ich kann nur hoffen, dass wir dir wenigstens ein bisschen von dem zurückgeben konnten, was du uns gegeben hast: DEINE GANZE LIEBE und DEIN VOLLES VERTRAUEN.

Leb wohl kleine Feli. Gib Mattula ein Küsschen, so wie du es hier bei uns immer getan hast. Du bleibst unvergessen.
Heute haben wir eine mail zum Weggang von Mattula und Feli bekommen. Dabei war das nachfolgende Gedicht. Es ist die Motivation, nicht aufzugeben und im Sinne der Tiere die Arbeit fortzuführen:
Testament eines Hundes
Einem armen, sehnsuchtsvollen, einsamen Hund würde ich mein glückliches Zuhause hinterlassen, meinen Napf, mein kuscheliges Bett, mein weiches Kissen, mein Spielzeug und den so geliebten Schoß, die sanft streichelnde Hand, die liebevolle Stimme, den Platz, den ich in jemandes Herzen hatte, die Liebe, die mir zu guter Letzt zu einem friedlichen und schmerzfreien Ende helfen wird, gehalten im liebenden Arm.
Wenn ich einmal sterbe, dann sag bitte nicht: Nie wieder werde ich ein Tier haben, der Verlust tut viel zu weh.
Such Dir einen einsamen Hund aus und gib ihm meinen Platz.
Das ist mein Erbe. Die Liebe, die ich zurücklasse, ist alles was ich geben kann.
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Sharan

Sharan ist seit 8.02.2006 im Katzenhimmel. Er musste eingefangen werden, da er sich am Rücken nicht mehr selbst putzen konnte. Dabei wurde festgestellt, dass sein ganzes Mäulchen so schlimm entzündet ist und es aber auch nicht möglich ist, Sharan regelmäßig mit Antibiotika zu versorgen. Da Sharan nur scheu war und eine absolute Panik vor Menschen hatte, mussten wir uns zu diesem Schritt entscheiden um ihm weiteres Leid zu ersparen. Machs gut Sharan. Ich hätte dir gerne ein schöneres Leben geboten.....
Leider ist das Bild etwas unscharf, aber näher darf ich bei Sharan nicht kommen, sonst geht er wieder in Deckung. Nur bei der Fütterung kann man ihn sehen. Es ist ein wunderschöner schwarzer Tigerkater aber leider nur scheu. Er müsste dringend gebürstet werden, da auf seinem Rücken ein paar Haare abstehen und sein Fell so dick ist, daß er es nicht selbst richtig pflegt. Nur wie soll man ihn ohne großen Stress einfangen?

-------------------------------------------------------------------------------------
Käfer

Käfer ist über die Regenbogenbrücke gegangen.
Käfer, geb. 1997, männlich, kastriert ist ein ganz ruhiger und ausgeglichener Kater, der leider panische Angst vor Fremden hat. Sobald Besuch im Haus ist, wird Käfer zur Maus und es ist nichts mehr von ihm zu sehen.
Leider ist Käfer zum Pflegefall geworden. Nach einer Zahn-OP im November 2005, wo ihm einige Zähne gezogen werden mussten, hat sich der ganze Unterkiefer entzündet und nach einer Gewebeentnahme stellte sich heraus, dass sich hier Gewebe gebildet hat, das nicht an diese Stelle gehört. Seit dem bekommt Käfer täglich eine Spritze und wir hoffen, dass wir den Zustand verbessern können. Leider stehen die Aussichten schlecht aber wir hoffen und wünschen uns, dass Käfer es schafft und die Schwellungen, die erheblich sind, sich zurückbilden und er noch eine schöne Zeit bei uns verbringen darf. 3.1.2006

Wir haben den Kampf verloren. Käfer ist heute - 22.02.2006 - von seinen Schmerzen erlöst worden. Er hatte Schmerzen und konnte nicht mehr fressen. Er wird immer in meinem Herzen bleiben, denn er hat mich fast 9 Jahre begleitet. Als kleinen Winzling von 3 Wochen habe ich ihn zusammen mit seinen Brüdern an einem Ostersonntag aus einer Mülltüte befreit und mit der Flasche groß gezogen. Er war immer ein besonderer Kater. Groß und stattlich und doch voller Ängste. Keine Fremden durften ihn anfassen. Er versteckte sich sofort und auch im Garten fühlte er sich nicht wohl und wollte in die Geborgenheit des Hauses zurück. Er verstand sich mit allen Katzen und auch mit den Hunden und war ruhig und sehr ausgeglichen. Er wird mir sehr fehlen.

Mach's gut mein Käferlein. Ich werde dich immer in meinem Herzen haben.
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Maya
Maya ist im Regenbogenland. Am 4.1.2007 mussten wir Maya erlösen lassen. Sie hatte große Nierenprobleme. Sie war so geduldig und leise. Hoffentlich hat sie jetzt ein schöneres Leben - dort wo sie jetzt ist - als sie es je auf Erden hatte.

Maya

Mayas Fell bei ihrer Ankunft auf dem Gnadenhof am 06.09.2005
Maya, laut TA ca. 1992 geboren, hatte sicherlich auch schon schöne Zeiten in ihrem Leben. Sie wurde einst ihrem ehemaligen Besitzer geschenkt, der sie sicherlich auch sehr liebte. Leider ist das Herrchen vor ca. 2 J. verstorben und wie uns erzählt wurde, durfte Maya dann nicht mehr ins Haus. Sie bekam ihr Futter vor die Türe gestellt und lebte nur draußen. Vor ein paar Wochen (?) starb die Frau und jetzt kümmerte sich eine Nachbarin um Maya. Doch leider durfte sie Maya nicht mit ins Haus nehmen, weil ihr Mann das nicht wollte. So landete Maya bei uns. Sie ist in einem sehr schlechten und ungepflegten Zustand. Das Fell ist struppig und verfilzt und sie ist sehr mager. Außerdem hat sie Probleme beim springen. Da man sie jetzt schon am Kopf streicheln darf aber nicht weiter, denn da faucht sie ganz massiv, nehmen wir an, dass sie Schmerzen im Hinterbein hat. Es wird noch eine Zeit dauern, bis Maya wieder Vertrauen hat und außerdem ist sie sehr ungnädig zu anderen Katzen. Aber das ist bei Katzen und bei älteren noch dazu, keine Seltenheit. Wer hilft uns dabei und übernimmt für Maya eine Patenschaft, damit ihr Lebensabend gesichert ist??? Sobald sich Maya anfassen lässt, werden wir sie noch unserem Tierarzt vorstellen. Derzeit lebt sie einzeln von den anderen Katzen getrennt. Sie kann sie sehen hat aber keinen engen Kontakt zu ihnen. Das Futter schmeckt ihr inzwischen gut und sie hat auch schon ein paar Gramm zugenommen.

Bereits jetzt kann man erkennen, dass sich das Fell von Maya deutlich bessert. Auch ließ sie sich heute - 21.09.2005 - zum ersten Mal kämmen.

10.02.2006: Da sich Maya nicht am Rücken kämmen lassen wollte, musste sie jetzt geschoren werden, weil sie richtige Filzknäuel hatte, die fest an der Haut saßen. Auch sind die Blutwerte von Maya nicht so gut ausgefallen und Maya muss ab sofort noch mit Medikamenten versorgt werden.
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Jara

Jara
Jara, geb. 1992, wurde in der Tötungsstation auf Mallorca entsorgt. Sie hat sicherlich sehr viele Hundebabys auf die Welt bringen müssen und hatte sicherlich noch nicht viel Schönes in ihrem Leben erlebt. Sie hat große Augenprobleme (Cherry eyes) die wahrscheinlich noch operiert werden und auch beim Laufen merkt man ihr das Alter an. Aber sie hat Lebensfreude, geht gerne im Garten spazieren und genießt jede Streicheleinheit. Sie ist super anhänglich und eine ganz liebe alte Hundedame, die es verdient hat, noch einen schönen Lebensabend zu haben. Wir haben uns aus diesem Grund entschlossen, im September 2005 Jara auf den Gnadenhof zu holen.


Jara ist am 1. März 2007 über die Regenbogenbrücke gegangen. Ihr Körper wollte und konnte nicht mehr und die Beinchen versagten ihren Dienst. Jetzt hat sie ihren Frieden und wir hoffen, wir konnten ihr noch ein bisschen Liebe und Geborgenheit geben in den 17 Monaten, in denen Jara bei uns war.
Ein kleiner alter Hund...
Einer nach dem Anderen geht an meinem Käfig vorbei.
Zu alt, zu verbraucht, zu abgenutzt, auf keinen Fall.
Hat die Zeit hinter sich, taugt nicht mehr für Lauf und Spiel mit dem Ball.
Dann schütteln sie langsam den Kopf und gehen vorbei.
Ein kleiner alter Rüde, krank von Arthrose und Schmerz.
Es scheint, für mich gibt es keinen mehr mit Herz.
Ich hatte mal ein Zuhause und auch ein Bett.
Einen Platz warm und Futter - so nett.
Nun wird mein Fang grau und mein Augenlicht schwach.
Wer möchte einen Hund, so alt und schwach.
Meine Familie entschied, ich sollte weg.
Ich war im Weg und meine Haltung, kein Zweck.
Ganz gleich welcher Grund in den Sinn ihnen kam.
Es war nicht Recht, dass man mein Leben mir nahm.
Nun sitz ich im Käfig. Tagaus und tagein
finden jüngere Hunde ein neues Daheim.
Als ich, fast am Ende, schon den Glauben verlor,
sahst du mein Gesicht und Hoffnung kam empor.
Du sahst durch das Grau und die vom Alter gebeugten Beine
Und sagtest mir, dass jenseits des Käfigs die Sonne noch scheine.
Du nahmst mich nach Hause, gabst mir Futter und einen Platz zu leben,
teiltest dein Kissen mit meinem armen müden Kopf daneben.
Wir schmusen und spielen und du sprichst lieb mit mir.
Du liebst mich so innig und zeigst es auch hier.
Auch wenn ich viele Stunden mit andren verbracht habe,
so ist deine Liebe zu mir eine besondere Gabe.
Ich verspreche die Liebe zurück zu geben,
während meines gesamten restlichen Leben.
Wir werden Wochen oder Jahre miteinander überstehen.
Wir teilen ein Lächeln und ich werde dich weinen sehen.
Und wenn der Abschied kommt für mich und dich,
weiß ich, dass du weinst und dein Herz trauert um mich.
Wenn ich dann die Brücke erreiche, ganz frisch
Sind meine Gedanken bei dir an deinem Tisch.
Und ich werde prahlen vor allen und jedem
Von der Person, die meine letzten Tage erfüllte - mein Leben.
(Anonym)
Leb wohl kleine Jara. Du warst so unscheinbar und
anspruchslos und doch warst Du immer um mich herum. Du lagst im Korb neben mir
und hast mich mit Deinen treuen Augen angeschaut. Oft hatte ich keine Zeit für
Dich aber Du hast gespürt, dass wir Dich alle lieben und Dir eine gute und
schöne Zeit hier geben wollten. Wir hoffen, wir konnten einiges wieder gut
machen, was Dir in Deinem Leben in Spanien nicht vergönnt war. Die Beinchen
haben ihren Dienst versagt, denn die Knochen waren alt und verbraucht. Aber
immer bist Du tapfer mitmarschiert und warst immer mitten drin.
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Dolly

Dolly geht es mit ihren Herztabletten deutlich besser und sie ist auch viel fröhlicher und aufgeweckter geworden. Sie rennt mit dem Rudel in den Garten und nimmt am täglichen Leben und am Umtrieb rege teil. 07.02.2005

Dolly, geb. ca. 1998, schwer herzkrank und mit Hühnerei großen Geschwüren, schwerer Ohrenentzündung und sehr sanierungsbedürtigem Gebiss, am Tag ihres Einzuges in den Gnadenhof. Hier wird immer tierärztliche Versorgung von Nöten sein und wir können Dolly nur ein angenehmes, geborgenes Hundeleben geben ohne Futtersorgen und in der Wärme. Nach derzeitigem Stand ist es leider nicht möglich, Dolly zu operieren, da sie eine Narkose nicht überleben würde.
Wenn man sich Dollys Ohren anschaut, kann man erkennen, dass sie mit einer Schere abgeschnitten worden sind. Ebenso wurde die Rute bis zur Wurzel kupiert. Dies wurde mit Sicherheit von keinem Fachmann ausgeführt.
Wenn Dolly erzählen könnte.......
Dolly ist am 15.06.2005 über die Regenbogenbrücke gegangen. Leb wohl kleine Maus und grüße mir alle die wir in unserem Herzen haben.

Hühnereigroße Geschwüre am ganzen Körper, die Dolly aber zur Zeit keine Schmerzen bereiten. 29.12.2004
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------