Tiergeschichten  

Es gäbe viele Geschichten zu erzählen, denn jedes Tier, das zu uns kommt, hat meist ein trauriges Schicksal hinter sich. Hier sind nur einige Beispiele erzählt von Tieren, deren Geschichten noch schrecklicher waren als dem Rest unserer Schützlinge. Es würde auch den Rahmen sprengen, wenn man alle Geschichten erzählen würde.

Es wäre schön, wenn die Menschen mehr Respekt vor unseren Mitgeschöpfen hätten und sich der Verantwortung bewusst wären, die wir gegenüber den Tieren und der Natur haben.

Biggles

So lebte Biggles tagaus tagein an einer Kette, ohne Liebe, Zuwendung und Wasser und Futter. Er war sich selbst überlassen und vegetierte vor sich hin und wartete auf den Tod, denn der wäre eine Erlösung gewesen.

Doch Biggles wurde gerettet und zum Tierarzt gebracht. Dort sah man, dass sich dieser kleine Hund schon monatelang nicht mehr richtig bewegt hatte, denn die Krallen waren schon rund gewachsen.

Das Fell total verfilzt....

und juckende Ekzeme unter den Filzplatten.

Und Biggles hat die ganze Zeit in Dunkelheit gelebt, denn er ist blind.

Das waren die Krallen, die geschnitten wurden.

Doch Biggles kann geholfen werden. Seine Augen können operiert werden und es besteht eine sehr große Chance, dass er wieder sehen kann. Doch dazu benötigen wir IHRE HILFE, denn die OP-Kosten in einer Spezialklinik ist teuer aber Dino ist erst ca. 3 Jahre jung und hat noch sein ganzes Leben vor sich.

Bitte helfen Sie Biggles, dass wir ihm ein lebenswertes Leben bieten können. 29.11.2009

Das ist unser Biggles heute im Januar 2010. Er war schon bei einem Augenspezialisten und es wird nochmals eine Untersuchung geben. Eine Linse schwimmt in seinem Auge und es kann zu größeren Komplikationen kommen. Eine OP wird wohl dringend nötig sein. Diese Kosten werden sich in einer Größenordnung bei ca. 1.500 - 2.000 Euro bewegen. Aber Biggles hat dann die Chance wieder zu sehen. Zwar nicht ganz klar aber er kann die Umwelt wahrnehmen.

Wir werden weiter berichten, sobald wir weitere Untersuchungsergebnisse haben. Jan. 2010

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Mina

Mina ist da!!!!!!!!!!!!!!! 02.08.2008

Genau nach 499 Tagen ist Mina aus Italien - Ancona - wo sie beschlagnahmt war von den italienischen Behörden, hier auf den Gnadenhof gekommen und darüber sind wir alle sehr froh.

Mina lag zusammen gekauert in der Einkaufsstrasse in Ioannina und alle Passanten liefen achtlos an dem bewegungslosen Häufchen Hund vorbei. Doch dann kam Despoina vorbei und schleppte die Hündin auf ihren Armen nach Hause. Sie wurde sofort zum Tierarzt gebracht und es war wirklich in letzter Sekunde.

Mina konnte nicht fressen und auch keinen Kot absetzen. Sie hatte einen Darmverschluss. Ihr wurde in einer Not-OP ca. 1,5 m Dickdarm entfernt. Das hat ihr das Leben gerettet. Langsam ging es wieder bergauf.

Jetzt wartet auch die etwa 9 Monate junge Mina auf ihre Ausreise und auf ein ganz tolles liebevolles Zuhause. 24.12.2006

Das war der Text für Mina bevor sie in ital. Gefangenschaft kam und dort 498 Tage ausharren mußte.

Jetzt ist Mina da und sie ist eine fröhliche, neugierige, anhängliche und sehr liebe Hündin. Sie versteht sich mit dem Hunderudel und ist immer mittendrin.

Mina am 2.8.2008 auf dem Gnadenhof.

Mina ist jetzt 2 Jahre jung und wir wünschen uns für Mina ein fröhliches, liebevolles Zuhause, wo sie alles vergessen kann, was die Menschen ihr bis jetzt angetan haben.

Mina ist am 30.09.2008 in ihr neues Zuhause in Odenheim gezogen.

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Snowy

Das ist unser Snowy am 2.8.2008.

Aber so prächtig hat er nicht immer ausgesehen und so glücklich war er auch nicht immer....

Hier seine Geschichte:

Snowy wurde auf einem einsamen Feld mit einem abgestellten alten Wohnwagen gefunden. Dort hing er an einer dicken Kette - ohne Wasser und Futter - und hatte einen Bewegungsradius von ca. 1,5 Metern. Er war sich selbst überlassen und sicher sollte er dort sterben.

Snowy bei seinen Rettern in Griechenland

Doch er wurde gerettet und kam im Mai d.J. hier auf den Gnadenhof. Er war ein Häufchen Elend obwohl er schon einige Wochen regelmäßig Futter bekommen hatte. Er war zum Skelett abgemagert und sein Blick war traurig und sehr entfernt.

Doch er lebte sich schnell ein und war auch gleich Zuhause. Doch die Freude währte nicht sehr lange. Nach zwei Tagen fiel mir auf, dass Snowy zwar fraß aber ansonsten sehr lustlos und sehr ruhig war. Also fuhren wir sofort zum Tierarzt und dann auch gleich in die Tierklinik.

 Das war unser Glück. Snowy war schon dem Tod näher als dem Leben. Doch mit intensiver Behandlung und vier Tagen Infusionen schaffte er es und überstand die schlimme Krankheit. Er war ein vorbildlicher Patient und lag still da und ließ alles mit sich machen, auch als es ihm schon besser gegangen ist.

Schnell erholte sich schnell und verlor erst einmal sein ganzes altes Fell. Er sah in dieser Zeit sehr zottelig aus aber sein neues Fell war blütenweiß und er entwickelte sich zu einem wunderschönen jungen Hund, der auch gerne spielte, tobte und auch ab und zu Sachen stibitzte, bei denen er meinte, dass er sie gut gebrauchen könnte - Putzlappen, Werkzeug, Handtücher und vieles mehr fand sich in seiner Sammlung wieder. Mit seinen Trophäen lief er dann stolz durchs Gelände und freute sich tierisch, dass er Beute gemacht hatte.

Nach Recherchen im Internet konnte ich feststellen, dass es sich bei Snowy um einen Mazedonischen Herdenschutzhund handelt.

Wir waren auf der Suche nach den geeigneten Menschen und haben sie gefunden.

Heute lebt Snowy in Rheinland-Pfalz bei einem Ehepaar mit Haus und Garten und wird sicherlich kein langweiliges Leben haben. Er darf im Schlafzimmer in seinem Korb schlafen und am ersten Morgen wollte er den Korb überhaupt nicht verlassen. Er hatte sicherlich Angst, dass der Traum zu Ende ist und er nicht mehr zurück in seinen schönen Korb darf. Aber Snowy darf in seinen Korb und wir wissen, dass er ein langes und glückliches Leben vor sich hat. Das wünschen wir uns für ihn und wir freuen uns, dass wir diesen tollen Hund in sein neues Leben begleiten durften.

Snowy auf dem Weg in sein neues Leben mit viel Liebe, Geborgenheit und vielen Abenteuern.

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Frosch

Mein Name ist Frosch und mich habt ihr schon auf der Eröffnungsseite zu unserem Internetauftritt gesehen. Da war ich aber noch ganz klein und bin damals dem Tod gerade noch so von der Schippe gesprungen.

Es war im Sommer 1998 als ich total orientierungslos mitten auf der Straße in Karlsbad saß. Ganz liebe Tierfreunde, Michaela Tiedau und Hans Jürgen Pfoh haben mich dort aufgelesen und bei Frau von Kopp angerufen, weil sie selbst schon so viele Katzen hatten und mich deshalb nicht behalten konnten. Frau von Kopp kam noch am gleichen Abend ziemlich spät und hat mich in Karlsbad abgeholt. Sie hat mir dann auch gleich Futter gegeben aber weil ich beinahe blind bin, konnte ich die Schüssel nicht sehen und mein Schnupfen hat mich auch das Fressen nicht riechen lassen. Dann kam auch gleich die erste große Entflohungsaktion. Ich habe schon ziemlich vielen dieser Flöhe Asyl auf meinem Körper gewährt und deshalb ging es mir gesundheitlich auch wirklich sehr schlecht. Als diese Prozedur fürs erste beendet war mitten in der Nacht, bin ich aber dann auch wirklich todmüde eingeschlafen. Am nächsten Tag kam dann auch noch meine kleine Schwester mit den gleichen Symptomen. Aber leider hat sie es nicht geschafft und ist schon drei Tage später in den Katzenhimmel gegangen. Aber mir hat's gefallen bei der Tierschutzgruppe Rüppurr und so habe ich mich doch erst mal durchgesetzt und habe schon nach ein paar Wochen - trotz Blindheit - die höchsten Kratzbäume erklommen. Ich habe da so meine Tricks, wie ich wieder runterkomme ohne dass ich springen muss. Der erste Schock war dann gleich ein paar Wochen später als ich endlich geimpft werden sollte. Mein Schnupfen war weg und ich habe auch schon zugenommen und bin kräftig gewachsen. Als ich nach der Impfung zuhause ankam habe ich nur gebrochen und habe fast keine Luft mehr bekommen. Frau von Kopp ist mit fliehenden Fahnen nach Ettlingen in die Tierklinik gefahren und dort sagte man uns, dass ich einen Allergieschock habe und keine Chemie vertrage. Ich habe mich dann wieder berappelt. Doch ich musste ja auch noch kastriert werden. Oh, hat Frau von Kopp gebangt, ob ich die Narkose gut überstehe. Aber das hat alles geklappt. Aber irgendwann im Herbst 1999 wurde ich immer dünner. Ich konnte fressen was ich wollte, es kam alles unverdaut wieder hinten raus. Also wurde ich wieder zum Tierarzt gebracht, aber die ganzen Anwendungen nützten nichts und jeder Besuch versetzte mich mehr in Panik. Als bei meinem letzten Tierarztbesuch dann das pure Blut aus meinem Mäulchen und hinten raus kam und Frau von Kopp von oben bis unten schmutzig war, war ihr klar, dass mir das nicht hilft. Als der Tierarzt mich dann auch noch dort behalten wollte, hat sie mich mit samt meiner Infusion mit nach Hause genommen. Ich hing mehr tot als lebendig am Tropf. Nach 3 Stunden in den Armen von Frau von Kopp kam wieder Leben in mich. Aber was sollten wir tun? Mein Fressen wurde nicht verdaut und ich wurde immer dünner. Frau von Kopp kam dann auf die Idee Frau Porwitt - sie ist Heilpraktikerin für Menschen und beschäftigt sich auch mit Pferden - anzurufen. Frau Porwitt wälzte dann viele Bücher und hat mit vielen Firmen für Homöopathie telefoniert und hat für mich ein Programm zusammengestellt. Ich bekam dann jeden Tag so weisse Kügelchen unters Futter und auch Spritzen und später Tropfen. Ja und siehe da, ein paar Wochen später wurde mein Stuhlgang fester und ich wurde wieder ganz gesund. Heute lebe ich im OG bei Frau von Kopp und bin ihr Liebling - aber sie liebt die anderen auch - doch wenn es mir zuviel wird, dann markiere ich mal ein paar Stellen im Haus um meinen Protest zu zeigen. Ich mach's aber meist heimlich, dass es niemand sieht. Ja und jetzt bin ich 6 Jahre alt und mir geht es rundum gut. Aber beim Tierarzt war ich seither nie mehr und wenn der kommt um meine Mitbewohner zu impfen, dann verstecke ich mich immer.

SABI

Sabi, unser Sorgenkind hat eine sehr leidvolle Geschichte, jetzt aber mit Happy End hinter sich.

Sabi erkundete bei ihrem Besuch mit ihrem neuen Herrchen unser gesamtes Gelände und wirkte sehr fröhlich und ausgelassen. Ostern 2004

An einem eiskalten Wintertag im Dezember 2001 bekam ich einen Anruf, daß ein Hund auf einer Wiese liegt, sich nicht rührt und anscheinend schwer verletzt ist. Ich fuhr sofort dorthin. Die Menschen, die Sabi gefunden haben, haben sie schon zu sich nach Hause geholt und dort lag ein Häufchen Elend, zum Skelett abgemagert und mit Wunden an den Hinterläufen, die schon faulten. Vorsichtig transportierte ich Sabi nach Stettfeld. Jens Heiler, der in dieser Zeit sehr aktiv für die TSGR gearbeitet hat, erklärte sich bereit, Sabi in Pflege zu nehmen. Gleich am nächsten Tag wurde Sabi unserem Tierarzt - Markus Vogelbacher - vorgestellt. Da die Wunden wirklich sehr böse aussahen und auch der Verdacht auf einen Beckenbruch bestand schickte er uns zur Sicherheit in die Tierklinik Walla nach Wiesloch. Dort wurden erst die alten Wunden versorgt und ein OP-Termin für den nächsten Tag vereinbart. Sabi hatte einen Beckenbruch - vielleicht durch einen Autounfall - und war deshalb unfähig zu laufen. Wie lange sie schon auf der Wiese gelegen hatte um auf Hilfe zu warten, werden wir wohl nie erfahren. Tatsache war, daß Sabi äußerst ängstlich auf Menschen reagierte und sich nicht anfassen lassen wollte. Da sie aber noch eine aufwendige Nachbehandlung hatte und auch tagelang am Tropf hing, mußte sie es sich wohl oder übel gefallen lassen, daß man sie berührte. Da Herr Heiler unseren Rico aus Griechenland im Sommer 2000 übernommen hatte, konnte sich Sabi sehr gut an dessen selbstsicherer Art orientieren. Es dauerte lange, bis sie Vertrauen zu Herrn Heiler hatte - aber mit Geduld und Spucke geht alles. Meist versteckte sie sich vor Fremden unter seinem Bett. Dorthin schleppte sie auch alle Kauknochen und anderes Spielzeug. Rico hatte dann keine Chance, daß er etwas davon abbekam. Sabi blieb über ein Jahr bei Herrn Heiler, denn ihr seelisches Trauma saß tief und es ist auch nicht so einfach, den richtigen Platz für einen Husky zu finden. Da sich aber die berufliche Situation von Herrn Heiler änderte und er oft tageweise außer Haus war, setzten wir Sabi nach Odenheim in eine Familie mit einem älteren Malamuterüden. 14 Tage war alles bestens. Sabi lernte sehr schnell mit den neuen Menschen sogar zu schmusen und genoß es im Garten zu sein. Doch leider war Sabi nicht kastriert und die heiße Zeit begann. Ich bekam einen Anruf, daß Sabi entlaufen sei und so machten wir uns auf die Socken und kämmten die gesamten Weinberge um Odenheim herum ab. Plötzlich rief Carmen Maier, die mir geholfen hat, daß sie ganz auf der anderen Seite Sabi sieht. Wir also wieder den ganzen Berg runtergerannt und über die Äcker den nächsten Berg hoch. Ich fuhr schnell zu den Leuten, die Sabi in Pflege hatten und holte deren Rüden. Der entdeckte Sabi auch gleich und machte sich hinter Sabi her. Sie fingen ein Liebespiel an und - wie jeder Hundekenner weiß - da konnte keiner der beiden so schnell weg. Gott sei dank hatten wir unsere scheue Sabi wieder . Sofort haben wir den Zaun untersucht und entdeckt, daß sie sich flunderartig flach gemacht hat und unten durchgekrochen ist. Da Sabi schon immer eine schlechte Fresserin war , war sie dementsprechend auch sehr dünn. Den Pflegemenschen war es dann doch zu riskant und so nahmen wir Sabi wieder mit nach Stettfeld. Wir haben Sabi sofort wieder in der Klinik zur Kastration angemeldet, damit ihr Trieb ihr nicht noch einmal zum Verhängnis werden kann. Ein paar Tage später bekam ich einen Anruf aus Wolfartsweier von Herrn Engelmann, der einen Welpen suchte. Ich erzählte ihm von Sabi und er erklärte sich bereit zu kommen und mit Sabi spazieren zu gehen und eine erste Begegnung zu haben. Da Sabi sehr sensibel ist, brauchte sie auch einen Menschen, der ausgeglichen ist und keine laute Stimme hat. Dies war bei Herrn Engelmann gegeben. Nach dem dritten Besuch von Herrn Engelmann war klar, daß die beiden füreinander geschaffen sind. Sabi trat ihren Umzug nach Wolfartsweier an und bei jedem Bericht, den ich von dort bekomme, höre ich, daß es beiden sehr, sehr gut geht und keiner einen Schritt ohne den anderen tut. Und was noch toller ist, Sabi hat jetzt eine richtig gute Figur. Das endgültige Zuhause hat ihr die Ruhe gegeben, daß sie auch richtig frißt und sich rundum wohl fühlt.

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OLD BÄR

Nach seinem Friseurtermin wäre Bär gut als Junghund durchgegangen.

Hier ein Bild vom Frühsommer 1999.

Unser Oldie Bär 1 unser Bester an seinem letzten Tag! April 2002

Bär hat einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen, weil er ein wirklich treuer Kamerad war und trotz seines Alters tolles geleistet hat.

Die Vorgeschichte: Bär hütete sein Leben lang Schafe im Ettlinger Raum. Als sein Herrchen die Schafe aufgab und selbst pflegebedürftig war, schob er Bär auf seinem Grundstück in einem Verschlag ab. Dort wurde er von Nachbarn versorgt, da sein Herrchen ihn anscheinend vergessen hatte. Ein älterer Mann vom Ettlinger Tierschutzverein hörte davon und informierte mehrmals das Veterinäramt. Es passierte aber nichts. Erst als er die Presse informierte - der Artikel war groß in der BNN zu lesen - wurde Bär aus seinem Verschlag befreit. Er kam ins Ettlinger Tierheim. Ich arbeitete damals mit der Tierpflegerin - Martina Rohrhirsch ,die leider tödlich verunglückt ist - zusammen und machte einen Besuch in Ettlingen. Ich sah Bär und als ich seine Geschichte hörte, entschied ich spontan, daß Bär zu mir kommen sollte. (Er sollte trotz seiner 13 Jahre nochmals als Schafhütehund nach Völkersbach vermittelt werden) Ich holte Bär, der damals Duck hieß, nach drei Tagen ab. Ich stellte fest, daß er sehr abgemagert war und daß er beinahe taub war. Sofort besuchte ich mit Bär unseren Tierarzt  und der diagnostizierte einen Herzfehler und eine schwere Artrose in den Hinterbeinen und der Hüfte. Von diesem Tag an bekam Bär täglich seine Herztablette, seine Schmerztabletten und Karsivan für die Durchblutung und siehe da, Bär fing wieder an zu hören und er bewegte sich auch wieder fröhlicher, denn er hatte keine Schmerzen mehr. Beim Einzug in Rüppurr ins Haus hob er nur einmal das Bein - er kannte keine Wohnungen von innen - und dann nie mehr. Er verstand sich auf Anhieb mit den Katzen und er machte mir wirklich nur Freude. Auch beim Umzug nach Stettfeld war er stets an meiner Seite und ich genoß jeden Tag, den ich mit ihm verbringen durfte. Sein Wesen war sehr sanft und er war so dankbar.  Nur andere schwarzen Rüden mochte er nicht so aber sonst durfte alles ins Haus. Aber auch das hat sich noch in seinen letzten Lebensmonaten geändert.

Im Januar 2002 war er der Held. Unser Timon, die Geschichte können Sie demnächst unter "vermittelt" nachlesen, ein sehr scheuer griechischer Hund, war auf seinem Pflegeplatz entlaufen und irrte seit Wochen in den Stettfelder Weinbergen herum. Er wurde zwar manchmal gesehen und die Leute riefen auch gleich an, aber immer wenn man ihn sah, war er auch schon wieder weg. Das war im Dezember 2001 und es war bitterkalt und naß. Am 6. Januar 2002 machten Michaela Tiedau (aktives Mitglied der TSGR) und ich uns mit der Hundemeute zum Spaziergang auf. Bär trottete mal wieder hinter uns her, denn das Gehen fiel ihm manchmal schon schwer und er war nicht mehr der schnellste mit seinen 15 Jahren. Wir waren schon ein ganz schönes Stück von ihm entfernt und ich rief nach ihm aber er reagierte nicht. Er stand nur da und starrte in einen Baum der mehrere Stämme und in der Mitte eine Kuhle hatte. Ich scherzte noch und meinte, jetzt hört er mal wieder nichts. Als er sich aber überhaupt nicht bewegte, lief ich zurück um ihn zu holen. Doch als ich bei Bär ankam blieb mir fast das Herz stehen. In der Kuhle lag zusammengekauert unser Ausreisser Timon. Als der mich sah, rannte er sofort los. Ich dachte schon, das war's jetzt. Doch Timon rannte in die einzige Hütte unter das Vordach, die weit und breit dort in der Gegend stand. Er hätte in den angrenzenden Wald laufen können und wäre weg gewesen. Da stand er nun vor mir, zitternd, fletschte die Zähne vor Angst mit weit aufgerissenen Augen. Ich griff beherzt an sein Halsband, das er noch trug, nahm sofort noch von einem anderen Hund ein Halsband ab und sicherte ihn doppelt ab. Als ich Timon an der Leine hatte, hörte man bei ihm und bei mir zentnerschwere Steine fallen.

Ja und da war Bär natürlich unser Held, denn ohne ihn hätte es vielleicht noch Wochen gedauert oder es hätte nie geklappt, daß wir unseren Timon wieder zurück kriegen.

Bär hat viele Tiere kommen und gehen sehen und er hat alle akzeptiert und sehr oft auch unter seine Fittiche genommen.  Doch im April 2002 war es dann leider soweit, daß ich von Bär Abschied nehmen mußte. Er konnte nicht mehr aufstehen und er zeigte mir ganz deutlich, daß er jetzt nicht mehr kann. Es war ein Sonntag und ich rief unseren Tierarzt an. Der kam dann auch und so konnten wir ihm wenigstens den Weg zum Tierarzt ersparen, vor dem er sowieso immer Panik hatte.

Ich habe eine Birke für unseren Bär gepflanzt und er wird immer in meinem Herzen sein.

Jeder Hund hat seinen eigenen Charakter, aber alte Hunde sind was wunderbares. Bär hat drei Jahre bei mir gelebt und die haben sich gelohnt.

 

Der Abschied naht und das Herz ist so schwer......

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ALICIA

Alicia, eine ganz besondere kleine Hündin, oft recht zickig und auch sehr bissig aber mit Charakter.

Im Frühjahr 2001 erhielt ich einen Anruf einer früheren Mitarbeiterin der TSGR, daß ein Pekinesenmädchen, bzw. eine ältere Pekinesendame dringend abgegeben werden soll, da die Besitzerin in dem Haus, in dem sie wohnt, vom 4. in den 3. Stock zieht und den Hund nicht mehr behalten darf?................ Wie immer man dies auch kommentieren mag, sagte ich zu, den Hund bei mir aufzunehmen. Leider hielt sich die Mitarbeiterin nicht an die abgemachte Terminabsprache, daß sie den Hund freitags bringen soll, damit ich über das Wochenende Zeit habe, mich mit dem Hund anzufreunden und die Eigenheiten kennenzulernen, gehalten und brachte Alicia Sonntag abends gegen 21.30 Uhr. Ich arbeitete damals noch täglich halbtags und so war ich natürlich schon sehr verärgert, da ich vor dem Problem stand, klappt das auch alles, wenn ich ins Büro fahre mit den anderen Hunden und den Katzen. Doch Alicia - ganz die kleine große Dame - verzog sich erst einmal auf einen Platz und es war nicht sehr ratsam ihr zu Nahe zu kommen. Ihre Zähne hat man bis zu ihrem Ende gut zu spüren bekommen, wenn sie etwas nicht wollte. In dieser Nacht setzte ich mich dann öfter in die Nähe von Alicia und sprach mit ihr und erzählte ihr von ihrem künftigen Leben. Tage später ging sie dann auch in den Garten um ihre Geschäfte zu erledigen aber an die Leine zum Gassigehen brachte ich sie noch nicht. Sie war aber verträglich mit den anderen Hunden und den Katzen und alle anderen Tiere ließen Alicia auch in Ruhe. Ein paar Wochen später, als sie Vertrauen gefaßt hatte, stellte ich fest, daß Alicia sehr oft Pipi machte und stellte sie unserem Tierarzt vor. Das Blutbild war aber o.k. Erst der Ultraschall zeigte, daß Alicia Probleme mit der Gebärmutter hatte. Sie hatte auch Milch und war mit Sicherheit sehr oft in ihrem Leben scheinschwanger. Wir entschlossen uns - trotz ihrer 10 Jahre - zur OP. Wie sich herausstellte, hatte sie eine total vergrößerte Gebärmutter die auch total deformiert war. Alicia mußte Schmerzen gehabt haben, denn sie war ja wirklich zeitweise sehr unleidlich. Jetzt hatten wir das Übel beseitigt und Alicia wurde zum richtig fröhlichen Hundemädchen. Leider hat eine Vermittlung nicht geklappt, da sie sehr genau zeigte, wen sie mochte und wen nicht. Sie hatte eben einen Katzenquarakter. Im Lauf der Zeit war es dann so, daß sie mir wie ein Schatten auf Schritt und Tritt folgte. Beim Spazierengehen hing sie mir an den Versen und ich brauchte wirklich keine Angst haben, daß sie mir abhanden kommt. Ich durfte beinahe alles mit ihr machen nur die Ohren, die es wirklich in sich hatten, waren ein Problem. Da bekam auch ich ihre spitzen kleinen Zähne gut zu spüren. Alicia ist mir im Lauf der Zeit wirklich sehr ans Herz gewachsen und bei meiner ersten Besichtigung des Anwesens in Odenheim war sie dabei und auch bei den späteren Kontrollbesuchen der Handwerker rannte sie über sämtliche Hürden auf der Baustelle. Leider hat sie den Umzug nicht mehr erleben dürfen. Im Februar 2003 hustete Alicia desöfteren und hechtelte auch mehr als vorher. Ich fuhr in die Tierklinik. Dort war von den beschriebenen Symptomen leider gerade nichts zu sehen und man wollte uns ohne Untersuchung wieder wegschicken. Ich bestand aber auf einer gründlichen Untersuchung und es stellte sich heraus, daß - wie sehr oft bei so kleinen Hunden mit so zurückgezüchteten Nasen - die Luftröhre verengt ist. Sie bekam Medikamente und man sagte mir, daß es damit wahrscheinlich Linderung gibt. Heilen kann man es nicht. Doch in der nächsten Nacht war Alicia nur am Hecheln. Die ganze Nacht sah sie mich nur an und ich wußte nicht was ich tun sollte. In aller Frühe packte ich mein Mädchen ein und fuhr zu unserem Tierarzt. Leider war nichts mehr zu machen. Ich mußte Alicia erlösen, wenn ich nicht wollte, daß sie jämmerlich erstickt. Dieser Abschied ist mir sehr schwer gefallen, da Alicia wirklich Quarakter hatte und auch eine sehr gute Menschenkenntnis. Sie hatte in der Zeit bei mir genau gezeigt, wen sie mag und wen nicht und sie hatte recht damit.

Sie fand ihre letzte Ruhe hier in Odenheim. Aber so hatten wir uns den Einzug von Alicia in Odenheim nicht vorgestellt.

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LISA

Unser altes Mädchen Lisa hat das Grundstück stets sauber gehalten. Doch ihr Ende war schrecklich am 24.12.2003.

Als ich noch stolze Besitzerin eines wirklichen Traumpferdes namens Marathon war im Jahre 1992 hatte ich einen kleinen Schafbock - der von seiner Mutter verstoßen worden war - mit der Flasche großgezogen. Als Engelchen, so sein Name, weil er am 24.12. geboren wurde, aus dem Gröbsten raus war und eigentlich nachts keine Flasche mehr brauchte, klopfte es spät abends an der Tür des Gartenhauses, wo ich Engelchen untergebracht hatte und ein Schäfer - mit nicht sehr gutem Ruf - stand vor der Tür. Er hatte ein kleines Schäfchen am Hals in der Hand und sagte zu mir: Wenn sie es nicht nehmen, kriegen es die Hunde zum fressen. Natürlich nahm ich Sarah, wie ich die kleine taufte, sofort auf. Ich wohnte damals in einer Mietswohnung. Ich fuhr mit dem kleinen Häufchen Elend heim und machte nochmals die gleiche Prozedur wie bei Engelchen. Ich legte Zeitungen in die Badewanne und packte dick Stroh drauf. Das war erstmal der Stall für das Baby. Ich machte natürlich sofort die Spezialmilch warm und gab sie Sarah. Aber sie wollte nicht und ich mühte mich die ganze Nacht ab, um wenigstens einen Schluck in die kleine Maus reinzukriegen. Erst als eine schwarze Masse den kleinen Körper verlassen hatte, man erklärte mir später, daß das Pech ist, das erst raus muß, damit die Tiere anfangen zu trinken. So war es auch. Ich mußte wieder außerhalb bei Freunden duschen gehen und nachts, wenn ich die Badewanne frisch einstreute und Sarah auf der Terasse war und jämmerlich brüllte, weil sie zu mir wollte, bangte ich immer, daß ja kein Nachbar etwas merkt. Sarah wuchs und es kam der Zeitpunkt wo sie in den Stall umziehen konnte. Ich hatte ihr dort eine eigene Abteilung gebaut und zusammen mit Engelchen wohnte sie dort. Sie schrieen beide schon von weitem, wenn sie mich sahen, denn sie wurden sehr verfressen. Die Flaschen wurden verschlungen. Doch ganz plötzlich wurde Sarah tot krank und es erregte schon Aufsehen, als ich mit ihr im Wartezimmer des Tierarztes saß. Da sie nur noch gefroren hat, habe ich ihr einen Pullover angezogen. Sie sah wirklich süß aus mit ihrem Plüschpullover. Es dauerte Wochen, bis ich Sarah über den Berg hatte. Da Sarah und Engelchen bei einem Bekannten auf dem Grundstück untergebracht waren, der auch Schafe hatte, liefen alle gemeinsam auf der Wiese herum. Ich wunderte mich nach einigen Monaten, daß Sarah immer dicker wurde und sich sehr oft hinlegte. Doch als ich im März 1993 morgens zum Füttern kam hatte sie einem kleinen roten Mädchen das Leben geschenkt. Lisa. Ich fand dann einen Garten in der Nähe meines Pferdestalles, den ich für die beiden herrichtete und einen schönen Bauwagen zum Stall umfunktionierte. Dort lebten Sarah und Lisa viele Jahre. Sehr oft machten wir Spaziergänge wie mit Hunden. Sie folgten mir ohne Leine und es war schon ein lustiges Bild, wenn ich mit Marathon am Strick und zwei Schafen und einem Hund durch den Wald lief. Bei meinem Umzug nach Stettfeld konnte ich die beiden endlich in meine Nähe holen. Sie hielten Einzug im großzügigen Schopf und konnten in den riesengroßen Garten wie es ihnen gefiel. Welch herrliches Schafleben. Ich freute mich natürlich auch, daß ich die beiden endlich um mich rum hatte. Manchmal standen sie sogar im Hausflur und mähten. Wenn ich sie ins Haus gelassen hätte, wären sie wahrscheinlich auch rein gekommen. Leider wurde Sarah im Sommer 2002 schwerkrank und lag schwer atmend und aufgegast im Stall. Ich rief bei vielen Tierärzten an aber leider kam jede Hilfe zu spät. Obwohl Stettfeld nun wirklich ländlich ist, konnte ich keinen Tierarzt finden, der kommen wollte und helfen. Sie starb an Herzversagen in meinen Armen nach 11 Jahren.

Lisa trauerte um ihre Mama und ich überlegte, ob ich ihr wieder Gesellschaft dazu holen sollte. Doch sie schloss sich so eng an mich, dass ich nicht das Gefühl hatte, sie vermisst was. In Odenheim war sie auf dem ganzen Grundstück unterwegs und hielt es auch recht sauber. Sie war immer sehr dick und 2003 machten ihr die Gelenke zu schaffen. Doch unser Tierarzt spritzte ihr ein Mittel gegen ihre Arthrose und man sah wie sie besser lief und auch flotter aufstehen konnte. Sehr oft stand sie im Treppenhaus und rief nach mir. Sie hatte keine Angst vor den Hunden und die Hunde hatten Respekt vor ihr.

Im Dezember 2003 nahm ich eine Hündin auf, die abgegeben wurde, weil sie Anstalten machte, das Baby der Familie zu bedrohen. Sie zerstörte alles was mit dem Baby in Verbindung stand. Ich kam ganz gut mit der Hündin zurecht, doch ich merkte, daß sie sehr streng erzogen worden sein muss. Sie warf sich sofort auf den Boden, wenn man eine schnelle Bewegung machte und ordnete sich sofort unter. Aber wehe sie war nicht unter Kontrolle. Die ersten 10 Tage ging alles gut. Dann hörte ich ein furchtbares Schreien unseres Ganters Schlingel. Ich rannte sofort hin und sah, dass die Hündin dem Ganter den Schnabel verbissen hatte. Die haben zwar ihr eigenes Gehege, aber Schlingel auch nicht faul, probierte oben über den Zaun zu kommen und die freche Hündin zu packen. Gott sei Dank konnte der Schnabel gerichtet werden und ich verstärkte und erhöhte den Zaun des Geheges noch am gleichen Tag. Zwei Tage später war ein furchtbares Gejaule im Garten und ich rannte natürlich sofort runter um nachzuschauen. Sheila unser Chowmädchen kam humpelnd angelaufen. Ich untersuchte sie. Es war Gott sei Dank keine schwere Verletzung. Doch mein Vertrauen in die neue Hündin war natürlich weg. Ich versuchte Hilfe bei anderen Tierschutzvereinen zu bekommen, da ich Angst hatte, dass noch mehr passieren würde. Da wir keine Zwingerhaltung haben und alle Hunde im Rudel leben, ist es schwer, so einen unberechenbaren Hund bei uns zu halten. Aber leider bekam ich nirgends Hilfe. Ich rief auch den Besitzer an. Der meinte aber nur, er müsse sie dann einschläfern lassen.  Ich merkte, dass sie auch bei den Katzen nicht so locker reagierte, wie ich es mir gewünscht hätte. Am 23.12. musste ich für 2 Stunden außer Haus um Tierfutter zu besorgen. Schon unterwegs beschlich mich ein mulmiges Gefühl. Das Bild war schlimm, das sich mir bei meiner Rückkehr bot. Die Hündin war blutverschmiert ums Maul. Ich rannte sofort los um nach Lisa zu sehen. Sie stand blutüberströmt im Stall. Alles war voll Blut.

Es war ein Horrorszenario. Da es bereits dunkel wurde, konnte ich das ganze Ausmaß nicht erkennen. behandelte sofort die Wunden am Bein und am Hals von Lisa. Da sie aber noch laufen konnte und kein Tierarzt mehr erreichbar war. hoffte ich darauf, dass es doch nicht so schlimm sei. Doch am 24.12.2003 ganz früh am Morgen ging ich sofort zu Lisa. Sie hatte sich auf einen Platz am Hang gelegt. Sie hatte Angst vor ihrem Stall. Ich versuchte, dass sie aufstehen sollte. Sie tat es. Aber was ich dann sah, verschlug mir den Atem. Ich rief sofort mehrere Tierärzte an und um 14.00 Uhr kam dann unser Tierarzt und erlöste Lisa von ihrem Leid. Das Bein war bis auf den Knochen durchgebissen und  wäre abgefault. Lisa hätte noch ein paar Monate leben können. Sie war wirklich ein ganz besonderes Schaf. Zwar manchmal auch sehr frech aber ich hatte viel Freude an ihr.

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Floh

Floh ist über die Regenbogenbrücke gegangen....

Sie hatte es sicherlich nicht leicht in ihrem Leben. Erst war sie eine Gebärmaschine, dann sollte sie eingeschläfert werden, weil sie unsauber wurde... Sie landete bei einer Familie in Ubstadt-Weiher. Doch dort ist sie eines Tages im September 2002 entlaufen und wurde von Spaziergängern im Wald gefunden. Sie landete bei uns. Erst stand eine komplette Zahnsanierung an, da alle Zähne wackelten oder verfault waren. Wenigstens fressen konnte sie wieder schmerzfrei.  Man merkte ihr an, dass sie Angst hatte .... vor Füßen.... vor Schimpfe, wenn sie unsauber war.... und vieles mehr. Doch sie war ein absolut anhängliches kleines Hundemädchen und genoss es, im Bett zu schlafen. Sie war tapfer bis zum letzten Tag und fröhlich bis zur letzten Minute....

Flöhchen, mach's gut, dort wo du bist und grüsse alle anderen ....

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MOCKEL

 

Mockel war eine ganz treue Seele und hatte doch ein so leidvolles Leben...

Mockel und Erwin hängen an schweren Eisenketten mit dicken Knoten, ohne Hütte, keinem Schutz vor Kälte, Regen, Wind und Sonne und beinahe keiner Bewegungsmöglichkeit.

Dies war das Leben der Beiden bei Wind und Wetter. Wenn sie Glück hatten bekamen sie was zu Fressen und Wasser - ansonsten waren sie sich selbst überlassen.

Der neue Besitzer des Grundstückes bei unserem ersten Besuch an dem leidvollen Ort. Erwins Kette ist ca. 1,5 m lang. Mockel hat ca. 3 m "Freigang".

Erwin ist trotz allem sehr zutraulich und ohne Scheu.

Hier die Geschichte von Erwin und Mockel:

Im Frühsommer 2001 rief mich unser Tierarzt an und erzählte mir von zwei Hunden die an Ketten auf einem verlassenen Grundstück leben. Der neue Besitzer hat dies unserem Tierarzt berichtet und auch gesagt, dass er die Tiere nicht übernehmen kann. Hannes Pfoh (aktives Mitglied der TSGR) war gerade bei mir zu Besuch und wir fuhren sofort nach Hambrücken um uns die Umstände anzuschauen. Das Bild das sich uns bot, verschlug uns die Sprache. Direkt neben einem Neubaugebiet auf einem verlassenen Grundstück - das nur zur Maschinenunterbringung diente - hingen Mockel und Erwin an schweren Eisenketten, die total verknotet waren und damit die Bewegungsfreiheit noch mehr eingeschränkt hat. Sie waren schutzlos Wind und Wetter ausgesetzt, denn Hütten waren keine vorhanden. Sie lagen auf dem blanken Boden und ihre ganzen Exkremente waren rundum verstreut. Der neue Besitzer versorgte die Hunde zwar mit Wasser und Futter und machte sie auch einmal am Tag los und lief ein bisschen mit ihnen spazieren aber für die restlichen Stunden waren sie sich selbst überlassen. Erwin, der Bernhardiner war erst knapp ein Jahr alt und Mockel wurde auf 12 - 13 Jahre geschätzt. Da mir die Bilder in der Nacht nicht mehr aus dem Kopf gingen und ich auch immer an die Augen der Hunde denken musste, machte ich mich am nächsten Morgen auf den Weg. Es war niemand da und ich öffnete die Ladefläche unseres alten Fiat Fiorino und Mockel und Erwin stiegen sofort ein als ob sie mir sagen wollten: "Jetzt aber nichts wie weg hier." Das taten wir dann auch. In Stettfeld angekommen, ließ ich die beiden erst einmal im Garten laufen. Sie stapften rum wie Störche und waren total eingeschüchtert, da sie wahrscheinlich noch nie ohne Kette gelaufen sind. Doch bereits ein paar Stunden später konnte man beobachten, wie sie es genossen, sich frei zu bewegen und sich zu wälzen. Sie spielten und waren fröhlich. Erwin fand recht schnell ein neues Zuhause, das leider kein Glücksgriff war, sich aber dann doch noch zum Guten gewendet hat. Heute lebt Erwin auf einem Aussiedlerhof in Elztal und hat sein Kettenleben vergessen. Mockel lebte bei mir und er verstand sich sogar mit unserem alten Bär - obwohl dieser sonst wirklich keine schwarzen großen Rüden akzeptierte - aber Senioren müssen zusammenhalten. Mockel hatte von seinem Leben an der Kette schwere Artrose an den Vordergelenken und seine Wirbelsäule war total verschoben. Er bekam seine Schmerzmittel, damit er schmerzfrei laufen konnte. Er ließ mich wirklich nie aus den Augen. Es dauerte lange bis er merkte, daß er nie mehr an eine Kette muß und sein freies Leben genießen kann. Einmal meldete sich eine Dame aus Rüppurr die unserem Mockel das Gnadenbrot geben wollte. Sie holte ihn in Stettfeld ab. Doch schon am nächsten Tag musste ich Mockel wieder abholen. Er hatte sich dort im Haus auf einen Platz gelegt und sich nicht mehr von der Stelle gerührt. Er ging nicht raus zum Pipi machen und auch Futter rührte er nicht an. Als ich am nächsten Tag ins Haus kam, kam Mockel mir freudig entgegen und wir gingen gleich raus und er machte einen Riesenbach. Da war allen klar, dass Mockel sein Leben bei mir verbringen wollte und lieber die Liebe teilte mit all den anderen Tieren die sonst noch da waren. Aber leider währte die Zeit nur 13 Monate, die er noch genießen durfte. Im Juli 2002 lag er vor mir und konnte nicht mehr aufstehen. Auch hier kam unser Tierarzt, Markus Vogelbacher, zu uns und ersparte Mockel den letzten Weg in die Praxis. Mockel war trotz seines schweren Schicksals ein wunderbarer Hund, der dankbar und treu war. Ich werde auch ihn niemals vergessen............. wie so viele..........

Mockel und sein kleiner Freund Rusty

Mockel genoss es im Haus zu sein und nicht mehr auf der blanken Erde leben zu müssen. Ein warmes Plätzchen, gutes Futter und Streicheleinheiten haben seinen letzten Lebensabschnitt ausgemacht. Er zeigte mir täglich seine Dankbarkeit.

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ZINA

Zina war eine ganz besondere Hündin, die immer ein gutes Beispiel für alle Neuankömmlinge war..

Traumhund Zina wurde wegen Eheproblemen in einen Pferdehänger gesperrt und abgeschoben................und vergessen.

Zina vor der Kulisse meiner Geburtsstadt Quedlinburg (Kulturgut der Unesco) bei meinem einzigen "Urlaub" von ganzen 2 (!!!) Tagen in den letzten 11 Jahren.

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ODIN

wurde von Bewohnern aus Odenheim am Schwimmbad gesehen. Dort lag er in der prallen Sonne, total abgemagert und am Verdursten. Sie riefen mich und ich holte diesen armen Kater sofort zu uns auf den Gnadenhof. Trotz sehr kleiner Futtermengen, die er bekam, hatte er einen höllischen Durchfall. Er war aber ein ganz liebenswerter Kater, der ein ganz besonderes Wesen hatte. Immer wenn ich bei ihm war, gurrte er wie eine Taube und erzählte mir Geschichten. Allerdings war er sehr kopfscheu und geriet in Panik, wenn man seinen Kopf berühren wollte. Er entwickelte sich gut und auch sein Durchfall besserte sich. Nach ca. 4 Wochen konnten wir es wagen, ihn kastrieren zu lassen und die notwendige Blutuntersuchung machen zu lassen, da er jetzt kräftig genug war. Doch das Ergebnis war erschütternd: Leukose positiv. D.h. er durfte nicht in die Katzenstation zu den anderen Katzen, wegen der Ansteckungsgefahr und er brauchte dringend einen Einzelplatz als Wohnungskatze. Aber auch das wäre sicherlich zu lösen gewesen, wenn da nicht so ein komisches Verhalten gekommen wäre. Nachts hörte ich Odin toben und wenn ich nach ihm sah, saß er friedlich in seinem Korb. Doch die Futterschüsseln waren umgeworfen und es sah wild in seinem Raum aus. Ich konnte mir keinen Reim darauf machen. Dies wiederholte sich mehrmals. Als ich Wochen später mittags bei ihm war, sah ich, dass Odin sich total verkrampfte, sein ganzer Körper bebte und er verdrehte die Augen und riss sein Mäulchen auf. Es sah aus, wie ein epileptischer Anfall. Ich fuhr sofort zum Tierarzt. Der meinte aber, dass Erlösung das beste wäre, da sich die Anfälle immer mehr häuften und Odin dabei auch Schmerzen hatte. Sein Leben bei uns war kurz aber er musste wenigstens nicht elend im Freien verhungern und verdursten, das ist zumindest ein kleiner Trost.

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SCHNEEFLOCKE

Schneeflöckchen kam total abgemagert und krank zu uns. Leider ist sie nur ein Beispiel für so viele Katzen, die wild leben und sich mehr schlecht als recht durchschlagen können in unserer ach so zivilisierten Welt.

Schneeflöckchen hat den Kampf verloren. Ich konnte ihr nicht mehr helfen. Nach 4 Wochen mussten wir sie einschläfern lassen um ihr weiteres Leid zu ersparen.

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Und auch das passiert im Jahre 2003 noch, obwohl es genügend Tierschutzvereine gibt.!!!!! Stettfeld, 17. Februar 2003.

Grausam geschlagen, in einen Sack gesteckt und ertränkt im Bach von Stettfeld.

Es wurde beobachtet, dass ein roter Kleinwagen in den Weinbergen von Stettfeld (Richtung Zeutern) hielt und etwas in den Bach warf. Der Beobachter ging sofort zu dieser Stelle und zog einen Sack aus dem eiskalten Wasser. Es bot sich ihm und uns ein grausiges Bild.

Ich habe die Katzen gekannt, da ich die wildlebenden Katzen in Stettfeld gefüttert habe und auch versucht habe, so viele wie möglich einzufangen. Doch da sich die Tiere mitten im Ort aufhalten, ist es schwierig eine geeignete Stelle zum Aufstellen von Katzenfallen zu finden. Ich hatte einen Bewohner von Stettfeld dazu gebracht, dass er mir einen Schlüssel für ein unbewohntes Haus übergab, damit ich im geschützten Innenhof die Tiere füttern und einfangen kann. Leider war es für diese beiden Kätzinnen zu spät. Der Hausbesitzer forderte nämlich ein paar Tage vorher seinen Hoftorschlüssel zurück mit der Begründung, dass die Katzen den Innenhof verunreinigen würden. Ich erklärte ihm (er war Lehrer von Beruf), dass es sich um Igelkot handelt und ich selbstverständlich alles beseitigen werde, was ich auch immer getan habe. Er war aber nicht einsichtig, obwohl ich ihm erklärte, dass ich in den nächsten Tagen die Möglichkeit hätte, noch Katzen einzufangen, die jetzt etwas zutraulicher geworden sind. Ich musste den Schlüssel abgeben. Es war genau die schwarz-weiße Kätzin, die ich in den nächsten Tagen einfangen wollte. Ihr Baby konnte ich noch retten. Es lief total verstört über den Kirchplatz. Ich kam zufällig dazu und konnte den kleinen Mann einfangen. Er lebt heute glücklich und zufrieden. Aber seine Mama hatte dieses Glück leider nicht.

Es ist sowieso sehr traurig, wenn man durch manche Straßen geht. Alle Hoftore sind total verrammelt, dass ja keine Katze durchpasst. Mäuse sollen sie fangen aber ansonsten, wenn es geht, sollen sie wegbleiben.

Es ist ein trauriges Schicksal für die Tiere, da sie meist überall verjagt werden. Keinen Platz zum Ausruhen haben, kein Futter finden im Winter und dann noch über verkehrsreiche Straßen laufen müssen.

Wenn jeder Katzenbesitzer verantwortungsvoll handeln und sein Tier kastrieren lassen würde, dann gäbe es keine wild lebenden Katzen in unserer heutigen Zeit.

Und wenn es doch welche geben sollte, dass Tierschützer die Möglichkeit bekommen, die Tiere einzufangen und kastrieren zu lassen.

Jedes Lebewesen hat eine Seele, leidet Schmerzen und man sollte Respekt vor jeder Kreatur haben. Aber es gibt  Menschen die sich anmaßen, Richter über Leben und Tod zu sein und keinen Respekt vor den Mitgeschöpfen und der Natur haben.